TerraLife® Anbauempfehlungen
Zwischenfrüchte
TerraLife® Mischungen richtig anbauen
Das Konzept von TerraLife® setzt genau hier an, denn TerraLife® Mischungen ermöglichen eine intensive, tiefe und vielfältige Durchwurzelung des Bodens. In der dadurch erreichten, umfangreichen Rhizopshäre, wird die mikrobielle Aktivität deutlich erhöht.
Der richtige Aussaattermin
Management von Ernteresten
Vor der Ernte der Vorkultur sind bereits einige Aspekte für die Etablierung von Zwischenfrüchten zu berücksichtigen.
Abhängig von der Vorkultur verbleibt organische Masse verschiedener Art, Menge und räumlicher Verteilung auf der Fläche. Diese kann die Etablierung der Zwischenfrucht unterschiedlich beeinflussen. Bei vorangegangenen Druschfrüchten kann beispielsweise das Stroh geräumt oder auf der Fläche belassen werden. Um einen sicheren Aufgang der Zwischenfrucht zu garantieren, sind verschiedene Punkte zu berücksichtigen:
- Das feine Häckseln der Pflanzen- und Strohreste verringert den mechanischen Widerstand gegenüber den Zwischenfruchtkeimlingen.
- Eine homogene Verteilung der Erntereste fördert einen gleichmäßigen Feldaufgang.
- Die Art und Menge der Erntereste nimmt Einfluss auf die Saattechnik. Eine zu dicke Strohschicht kann beispielsweise die Sämaschine verstopfen.
- Die Art und Menge der Erntereste entscheidet über die Nährstoffdynamik im Boden. Beispielsweise hat Getreidestroh ein sehr weites C/N-Verhältnis, wodurch nach Einarbeitung in den Boden die N-Verfügbarkeit für die Zwischenfrucht deutlich eingeschränkt sein kann.
- Beim Umgang mit Ernteresten vor der Etablierung der Zwischenfrucht, ist stets die standortspezifische Bodenbeschaffenheit sowie die aktuelle Witterung zu berücksichtigen.
- Die Bedeckung der Bodenoberfläche durch Erntereste schützt vor Wasserverdunstung, Verschlämmung und Erosion.
Zudem entscheidet das Ausfall- und Durchwuchsverhalten der vorangegangenen Kultur über Saatbettbereitung und Wahl der Zwischenfrucht. Besonders Gerste (Hordeum vulgare) und Roggen (Secale cereale) können in Zwischenfruchtbeständen durchwachsen. Folglich gilt es, in solchen Fruchtfolgen die Bodenbearbeitung anzupassen und konkurrenzstarke Zwischenfrüchte zu wählen, die sich schnell etablieren und dem Ausfallgetreide Licht, Wasser und Nährstoffe entziehen.
Saatbett
Saattechnik
Voraussetzungen für das Gelingen einer Direktsaat
Saatstärke
Düngung
TerraLife® Mischungen können von einer moderaten Startdüngung profitieren. Dies ist je nach Standort vom C/N-Verhältnis abhängig. Weiterhin ist auf den rechtlichen Rahmen im jeweiligen Bundesland und insbesondere die Gebietskulisse (rotes Gebiet) zu achten. In roten Gebieten ist keine Düngung möglich.
Je nach Bundesland ist eine Startdüngung von dem zulässigen Leguminosenanteil in der Mischung abhängig. Die Bundesländer definieren den Begriff der „Mischungen mit Leguminosen“ unterschiedlich. Es gibt Schwellenwerte für den Leguminosenanteil (Samenanteile in der Mischung), welche die Startdüngung der Zwischenfrucht definieren.
Deshalb bietet die DSV TerraLife® die Mischungsfamilien BetaMaxx und MaisPro TR, sowie N-Fixx mit unterschiedlichen Leguminosenanteilen an. MaisPro TR 50 hat beispielsweise weniger als 50 % Leguminosen im Samenanteil und darf in Bundesländern mit dem Schwellenwert für „Nichtleguminosen“ < 50 % (z. B. NRW) dann organisch gedüngt werden. In anderen Ländern gelten andere Werte und es empfiehlt sich z. B. die Mischung MaisPro TR 30. Dies ist mit der örtlichen Düngeberatung zu klären.
Düngebedarfsplanung der Folgefrucht
Tipp: Die DSV steht mit Rat und Tat durch unsere Fachberater zur Seite – Fragen zur Düngung kann schlussendlich nur die regionale Düngeberatung geben.
Zwischenfruchtreduktion
Allgemeine Hinweise
- Anwendungshinweise von Herbiziden in der Vorfrucht sind unbedingt zu beachten
- Bei zu früher Aussaat und unter Stressbedingungen (insbesondere Trockenstress) kann es zur vorzeitigen Samenbildung einiger Pflanzenarten (Buchweizen, Weißer Senf, Ölrettich, Phacelia) kommen. In diesen Fällen ist ein rechtzeitiges Stoppen des Wachstums zu empfehlen, um einer möglichen Samenreife vorzubeugen (bei Nutzung als öVF Greeningvorgaben beachten)
- Der Aufwuchs sollte im Spätherbst grundsätzlich nicht grün eingearbeitet werden
- Bleiben die Mischungen über Winter stehen, empfiehlt sich ein Walz- bzw. Quetschgang am Ende der Vegetation, um ein sicheres Abfrieren und gleichmäßiges Einarbeiten im Frühjahr zu ermöglichen (Ausnahme MaisPro TR, Landsberger Gemenge, CoolSeason und FutterGreen)
- Weitere geeignete Ansaatverfahren sind: Gülle- und Mähdruschsaat (optional mit Walzengang)