Neue Labore für die Pflanzenzüchtung
Deutsche Saatveredelung stärkt mit einer knapp Vier-Millionen-Euro-Investition die Markeranalysen und DH-Produktion am Standort Thüle
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Die Deutsche Saatveredelung AG (DSV) hat Mitte Juni 2026 an der Saatzuchtstation Salzkotten-Thüle (Nordrhein-Westfalen), dem DSV-Standort für die Rapszüchtung, zwei neue Labore in Betrieb genommen – und das nach einer Bauzeit von nur knapp zehn Monaten.
In den vergangenen zehn Jahren hat die DSV insgesamt ca. 15 Millionen Euro in die Weiterentwicklung der Infrastruktur ihrer Saatzuchtstation in Thüle investiert. Der nun abgeschlossene Um- und Neubau ergänzt die Kapazitäten um 300 Quadratmeter moderne Laborfläche. „Dieser Schritt markiert einen weiteren Meilenstein in der Züchtungsgeschichte der DSV und unterstreicht, wie konsequent wir in die Zukunft der Pflanzenzüchtung investieren“, erklärte Dr. Eike Hupe, im Vorstand der DSV verantwortlich für den Bereich Züchtung. „Mit der neuen Laborinfrastruktur bauen wir unsere Züchtungsaktivitäten gezielt aus und beschleunigen die Entwicklung innovativer Sorten. Diese Investition, mit der wir auch sechs neue Arbeitsplätze schaffen, sichert die sensiblen Markeranalysen und die essenzielle DH-Produktion für uns strategisch ab, und ist insofern eine Ergänzung der bestehenden und reibungslos funktionierenden Zusammenarbeit mit unseren externen Dienstleistern auf diesem Gebiet: Die wertvolle Zusammenarbeit mit unseren bewährten Partnern bleibt für uns nach wie vor unverzichtbar.“
Neue Labore für schnellere und bessere Pflanzenzüchtung
Die Saatzuchtstation in Thüle gehört zu den acht Zuchtstationen der DSV. Auf dem 170 Hektar großen Areal – davon 155 Hektar Zuchtgarten- und Versuchsflächen – verfügt der Betrieb über hochmoderne Gewächshäuser, Klimakammern, Vernalisationsräume und Saatgutlager.
Im neu gestalteten Markerlabor der DSV werden Pflanzeneigenschaften anhand von Pflanzenproben auf molekularer Ebene untersucht. Dadurch können Züchtungsentscheidungen bereits in frühen Entwicklungsstadien getroffen und der Umfang aufwendiger Feldprüfungen reduziert werden. Darüber hinaus übernimmt das Markerlabor markergestützte Qualitätsanalysen für das DSV-Qualitätslabor und trägt so maßgeblich zur Einhaltung höchster Qualitätsstandards bei. In dem neu geschaffenen DH-Labor (Doppelhaploiden-Labor) werden mithilfe spezieller Verfahren reinerbige Pflanzenlinien erzeugt, die genetisch stabil sind. Ein Prozess, der auf dem Feld mehrere Jahre dauern würde, lässt sich so auf wenige Wochen verkürzen.
Neben den neuen Laborkapazitäten umfasst das Bauprojekt auch die Modernisierung des Hauptgebäudes: Im Erdgeschoss entstehen derzeit neue, zeitgemäße Büroarbeitsplätze. Der Abschluss dieses finalen Bauabschnitts ist für Anfang 2027 geplant.
Deutsche Saatveredelung AG (DSV)
Die DSV steht als Pflanzenzüchtungs- und Saatgutunternehmen für Forschung, Züchtung, Produktion und Vertrieb aus einer Hand. Mit rund 770 Mitarbeitenden in acht Tochterunternehmen weltweit und einem Absatz von mehr als 62.000 Tonnen Saatgut erzielt die DSV einen Jahresumsatz von rund 250 Mio. Euro.
An acht Saatzuchtstationen in Europa werden auf mehr als 1.400 Hektar standortangepasste, gesunde und ressourceneffiziente Sorten für die Anforderungen internationaler Märkte und unterschiedlichster Klimabedingungen gezüchtet. Die Kulturartenschwerpunkte liegen auf Gräsern, Leguminosen, Getreide, Raps, Mais und Zwischenfrüchten. Rund 12 Prozent des Unternehmensumsatzes investiert die DSV in Forschung und Entwicklung und damit gezielt in die Pflanzenzüchtung.
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