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Die aktuellen Witterungsbedingungen haben vielerorts deutliche Spuren im Grünland hinterlassen. Regionale Auswinterungsschäden, Mäusebefall sowie vereinzelt auftretender Schneeschimmel führen zu lückigen Beständen und mindern das Ertrags- und Qualitätspotenzial. Gerade zum Vegetationsstart sind diese Schäden gut sichtbar – und erfordern konsequente Pflegemaßnahmen, denn hochwertiges Grundfutter hat großen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit der Milchproduktion.
Nach Einschätzung der Deutschen Saatveredelung AG (DSV) wird das tatsächliche Potenzial vieler Grünlandflächen in der Praxis häufig unterschätzt. Zwar erscheinen Bestände optisch oft „grün“ und wirken dadurch ertragreich, doch entscheidend für Ertrag und Futterqualität ist die Artenzusammensetzung. Diese wird maßgeblich durch das Management beeinflusst – unter anderem durch Düngung, Nutzungshäufigkeit, Schnitthöhe sowie regelmäßige Pflege- und Nachsaatmaßnahmen. Die nun im Frühjahr anstehenden Maßnahmen sind:
Striegeln in Kombination mit einer Nachsaat: Dabei ist es wichtig, die richtige Nachsaatmischung zu wählen, denn neue, empfohlene Sorten zeichnen sich durch höhere Ausdauer, verbesserte Krankheitsresistenzen und stabile Ertragsleistungen aus. Sorten, die auf Verdaulichkeit gezüchtet wurden, beeinflussen die Milchleistung und Tiergesundheit positiv.
Düngung: Nur bei gut befahrbaren Böden, Verdichtungen vermeiden. Im Frühjahr sind vor allem Stickstoff und Schwefel wichtig. Auch Kalk spielt eine zentrale Rolle, denn nur bei pH-Werten von 5,5 bis 6,3 entfalten Gräser und Leguminosen ihr Leistungspotenzial, liegt der pH-Wert darunter, sinkt die Stickstofffixierung der Leguminosen.
Die DSV bietet ihre Hilfe bei der Bewertung der Grünlandbestände an. Unter www.dsv-saaten.de finden Sie einen Wirtschaftlichkeitsrechner ( https://www.dsv-saaten.de/service/anwendungen/gruenlandwertrechner ), Ihren persönlichen Berater vor Ort und die für Ihren Standort und Ihre Nutzung empfohlenen COUNTRY Mischungen.
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