Deutsche Saatveredelung AG (DSV)
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PASTAR

Winterroggen

Pastar realisiert hohe Erträge an Grün- und Trockenmasse, insbesondere bei früher Nutzung. Darüber hinaus ist die Sorte durch ein sehr zügiges Wachstum im Frühling gekennzeichnet. Dies ermöglicht eine um 7-17 Tage frühere Nutzung durch Beweidung oder Schnitt. Die Sorte ist sehr winterhart und hat eine sehr gute Resistenz gegenüber Schneeschimmel.

Unter den Rahmenbedingungen der Düngeverordnung ist die Futternutzung mit Grünroggen zu einem interessanten Thema geworden. Besonders in viehstarken Betrieben mit späträumenden Vorfrüchten wie Mais und Kartoffeln können die Vorteile des Grünroggens richtig genutzt werden. Restnährstoffe aus dem Hauptfruchtanbau und Güllenährstoffe sollen aufgefangen werden, die Auswaschungsgefahr minimiert und die Bodenstruktur stabilisiert werden.
Aber auch in Biogasanlagen ist der Grünroggen eine interessante Frucht: Durch den Anbau neben oder vor Mais wird das Anbaurisiko mit Grünroggen auf 2 Energielieferanten verteilt, was zu mehr Produktivität und Flexibilität in der Biomasseerzeugung führt. Auf der Grünroggenfläche können auch schon im Februar Gärsubstrate ausgebracht werden, die Lagerraumsituation wird entspannt. Bei der Ernte Ende April kann der freigewordene Silomaislagerraum preiswert genutzt werden.


Besonderheiten:

  • starkes Blattwachstum
  • Erosionsschutz, hinterlässt stabile Bodenstruktur
  • Gute Winterfestigkeit, gute Schneeschimmelresistenz
  • Grünmassebildung von 200 – 300 dt/ha
  • Spezieller Futterroggen wie PASTAR um ca. 20 % höher in der Grünmasse als Körnerroggen
  • ca. 1-2 Wochen früher schnittreif als Welsches Weidelgras
  • daher noch termingerechter Maisanbau möglich
  • 10. September bis Ende Oktober (10-14 Tage vor der ortsüblichen Aussaatzeit für Körnerroggen)
  • Spätere Aussaat (geringe Vorwinter-Entwicklung) ist mit höherer Aussaatmenge auszugleichen

 

Zwischenfruchtart: Sommer-/Winterzwischenfrucht

Anbauhinweise
StandortAlle Böden und Lagen bei ausreichender Wasserversorgung nach der Roggenernte, für nachfolgenden Maisanbau
Bodenbearbeitungmitteltiefe Pflugfurche oder Flügelschargrubber + ZW–Gerät je nach vorhandener Sätechnik, sorgfältige Saatbettbereitung (Packereinsatz)
Saatzeit10. September bis Ende Oktober (10-14 Tage vor der ortsüblichen Aussaatzeit für Körnerroggen)
Saatmenge180-220 kg/ha (ca. 500 Pfl./m²), bei früher Saat auch weniger
Saattiefe2-3 cm, sehr kälteverträglich; Keimtemperatur 1-2°C
N-DüngungMineralische N-Düngung: N-Gesamtmenge ca. 100-150 kg N/ha; ca. 30-40 kg N/ha im Herbst (für frühe Entwicklung); ca 70-80 kg N/ha im zeitigen Frühjahr (Hauptbedarf); Gülle-N entsprechend anrechnen
PK-Abfuhr80 kg P2O5/ha; 200 kg K2O/ha
ErtragsbildungDie Ertragsbildung setzt im Frühjahr eher ein als beim Welschen Weidelgras. In einer kurzen Vegetationszeit (45-60 Tage) können je nach Vorwinter-Entwicklung Trockenmasseerträge zwischen 50 und 90 dt/ha erreicht werden. Ein täglicher Trockenmasse-zuwachs von durchschnittlich 85 kg/Tag und ha ist möglich.
ErnteErntezeitpunkt: Schossen bis Sichtbarwerden der Grannenspitzen, d.h. in der Regel Ende April bzw. Anfang Mai; Beweidung (bei üppigem Wuchs Vorweide im Herbst möglich); Grünfutter (bei früher Saat evt. 1 Schnitt auch im Herbst); Silage (nach Anwelken oder Zusatz von Silierhilfsmitteln) für Biogas und Futter