Deutsche Saatveredelung AG (DSV)

Zwischenfrüchte als ökologische Vorrangflächen

Beim Zwischenfruchtanbau im Rahmen des Greenings ist zu beachten:

  • Zwischenfruchtanbau wird mit dem Faktor 0,3 als ökologische Vorrangfläche anerkannt (1 ha öVF = 3,33 ha Zwischenfruchtanbau)
  • Für den Zwischenfruchtanbau müssen mindestens zwei Arten in einer Mischung aus einer vorgegebenen, breiten Artenliste verwendet werden, eine Art darf dabei nicht mehr als 60 % an Samen in der Mischung einnehmen, Gräser dürfen ebenfalls in Summe nicht mehr als 60 % Anzahl Samen in der Mischung enthalten sein
  • Wir empfehlen die Saatgutetiketten für eventuelle Kontrollen aufzubewahren
  • Statt einer Zwischenfruchtmischung können auch Untersaaten als öVF angesät werden, dabei dürfen aber ausschließlich Gräser (einzeln oder in Mischung) verwendet werden. Für Untersaaten gelten nach der Ernte der Deckfrucht die gleichen Regelungen wie für Zwischenfruchtmischungen
  • Düngung ist nur mit Wirtschaftsdünger erlaubt (entsprechend DüV), mineralische Düngung ist nicht zulässig, auch Klärschlammausbringung ist ausgeschlossen
  • Chemisch-synthetischer Pflanzenschutz ist generell verboten
  • Die Aussaat der Zwischenfrucht darf nicht vor dem 16. Juli erfolgen
  • Die Aussaat hat vor dem 01. Oktober zu erfolgen
  • Bis zum 20.10. muss die Zwischenfrucht oder Untersaat eine Bodenbedeckung von 40% erreicht haben.
  • Zwischenfrüchte und Untersaaten dürfen im Ansaatjahr nicht genutzt werden (Ausnahme: Beweidung mit Schafen und Ziegen bis zum 31.12. im Aussaatjahr)
  • Keine Bodenbearbeitung bzw. Einarbeitung der Zwischenfrüchte vor dem 15.02. des darauf folgenden Jahres, ein Mulchen/Walzen der Zwischenfrucht ist im Herbst zur Vermeidung der Samenbildung zulässig
  • Nach dem 15.02. dürfen Zwischenfrüchte (z. B. Kleegras) und Untersaaten (Gras) futterbaulich oder energetisch mit einem Schnitt vor der Aussaat einer Hauptfrucht genutzt werden
  • Nur Grasuntersaaten die als Zwischenfrucht genutzt werden, dürfen im Folgejahr in eine Hauptfrucht überführt werden
 

TerraLife ist mehr als Greening

Zwischenfrucht ist nicht gleich Zwischenfrucht. Sie können einfache Zwischenfruchtmischungen nutzen, die die Mindes tvorgaben für das Greening erfüllen, oder vom Mehrwert der DSV TerraLife Mischungen profitieren, denn TerraLife ist mehr als Greening.

TerraLife sind Zwischenfruchtmischungen, die im Rahmen eines wissenschaftlichen Forschungsprogrammes konzipiert und weiterentwickelt werden. Hierbei stand von Anfang an die positive Wirkung von Pflanzengesellschaften auf das Bodenleben, die Bodenstruktur und der Humusaufbau im Vordergrund; also die Erhaltung und Förderung der Bodenfruchtbarkeit. Dies ist und bleibt das primäre Ziel für eine nachhaltige Landwirtschaft. Unser TerraLife Prinzip lautet: mehr als 5 Arten müssen zusammenkommen, um eine umfassende Wirkung auf die Aktivität des Bodens zu erzielen (Ausnahme Landsberger Gemenge). Bei der Zusammenstellung der Mischungen wurden die unterschiedlichsten Fruchtfolgen intensiv betrachtet. Heute stehen Ihnen für alle Fruchtfolgesysteme mit Sommerkulturen hochwirksame TerraLife Mischungen zur Verfügung.

 

Greeningkonforme TerraLife-Zwischenfruchtmischungen für jede Fruchtfolge finden Sie hier...

  

Hinweis: Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen (Stand 01.2015), aber ohne Gewähr auf Vollständig- und Richtigkeit. Die umfangreichen Rechtstexte werden derzeit in den Bundesländern unterschiedlich interpretiert. Bitte beachten Sie daher die aktuellen Aussagen der regionalen Beratung!