Deutsche Saatveredelung AG (DSV)

Grünlandauflagen

Ein Kernstück des Greenings ist der Erhalt von ökologisch wertvollen Dauergrünlandflächen. Der in den letzten Jahren zunehmende Umbruch von Grünlandflächen zugunsten des Ackerbaus soll mit diesem Handlungsinstrument reduziert und die Gesamtfläche stabilisiert werden.

Grundsätzlich ist im Hinblick auf den Umgang bzw. die Erhaltung des Grünlandes zwischen Grünland innerhalb von FFH-Gebieten und Flächen außerhalb von FFH-Gebieten zu unterscheiden.

Innerhalb von FFH-Gebieten:

  • Generelles Umbruchverbot ab dem 01.01.2015 nur in FFH-Gebieten, diese werden als „extrem umweltsensibel“ eingestuft
  • Umwandlung von Grünland in Ackerland ist untersagt
  • Pflegemaßnahmen bleiben erlaubt
  • Eine umbruchlose Grünlanderneuerung ist auf einzelbetrieblichen Antrag möglich
 

Außerhalb von FFH-Gebieten:

  • Hier soll ein einzelbetriebliches Autorisierungssystem eingef ührt werden
  • Dieses verhindert den Umbruch von Grünland, wenn die Grünlandfl äche gegenüber dem Referenzjahr 2012 (plus neu entstandene Grünlandflächen bis zum 01.01.2015) Bundesland bezogen um mehr als 5 % gesunken ist, danach ist Grünlandumwandlung nur bei entsprechender Neuanlage i n gleichem Umfang möglich

Für eine wirtschaftlich sinnvolle Nutzung des Grünlandes ist ei ne regelmäßige Nachsaat, die die Narbe stabilisiert, aus DSV Erfahrung sehr ratsam. Im Laufe der Jahre ist das die günstigste Pflegemaßnahme des Grünlandes.

 

Die DSV Empfehlungen für Grünlandnachsaaten finden Sie hier...

 

Hinweis: Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen (Stand 01.2015), aber ohne Gewähr auf Vollständig- und Richtigkeit. Die umfangreichen Rechtstexte werden derzeit in den Bundesländern unterschiedlich interpretiert. Bitte beachten Sie daher die aktuellen Aussagen der regionalen Beratung!