Deutsche Saatveredelung AG (DSV)

Greening - Fragen und Antworten

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Nein, das geht nicht. Für das Vorhandensein einer Untersaat ist eine Deckfrucht erforderlich. Diese ist bei einer Fläche mit Grasproduktion nicht gegeben. Man könnte nur eine Stilllegung davon machen, indem man die Fläche vom 01.01. – 15.08. des Folgejahres sich selbst überlässt.
Ja ist es. Die Art und Weise der Etablierung einer Untersaat ist egal. Wichtig ist nur, dass die Untersaat unter einer Deckfrucht steht, die genutzt wird.
Ein ausnahmsweises Befahren ist möglich. Wichtig ist, dass Feldränder auch als solche erkennbar sind und somit ruhen sollen. Sind dort regelmäßige Fahrspuren erkennbar (z. B. wie bei Vorgewenden) kann es sein, dass solche Feldränder nicht anerkannt werden.
Feldrandstreifen dürfen max. 20 m breit sein und die Brachevorschriften müssen vollständig eingehalten werden. Sie können an allen natürlichen Grenzen liegen. Waldrandstreifen müssen an Waldrändern liegen und dürfen eine Maximalbreite von 10 m nicht überschreiten. Für diese Streifen gelten auch die Brachevorschriften mit der Möglichkeit des Abweidens oder der Schnittnutzung.
Ja, eine Weide- oder Schnittnutzung bezogen auf Gras oder andere Grünfutterpflanzen (kein Getreide) ist möglich. Dabei muss sichergestellt sein, dass der Pufferstreifen von dem angrenzenden Schlag, der normal genutzt wird, zu unterscheiden ist. Es ist daher nicht möglich, den ganzen Schlag mit Ackergras einzusäen und dann einen Pufferstreifen als öVF zu nutzen.
Ja, auf Bracheflächen gilt ein Mäh- und Mulchverbot vom 01.04. – 30.06. des Antragsjahres.
Nein. Auf Feldrandstreifen ist die Nutzung im Übrigen komplett untersagt.
Nein, das ist nicht möglich. Mit der Nutzung verliert die Fläche ihre Wertigkeit als öVF.
Ja, eine Nutzung ist möglich. Es dürfen allerdings nur Grasuntersaaten, die aus einer Untersaat des Vorjahres hervorgegangen sind, im Folgejahr in eine Hauptfrucht überführt werden. Andere Zwischenfrüchte (z.B. Kleegras) können dagegen nicht in eine Hauptfrucht überführt werden. (Eigene Angaben, Stand 01.2015)
Ja, das ist erlaubt unter Einhaltung des Verbotszeitraums für Pflegemaßnahmen vom 01.04. – 30.06. Eine Beweidung oder anderweitige Nutzung ist nicht erlaubt.
Das geht, wenn keine Ernteabsicht besteht. Die Ansaat von reinem Mais wird voraussichtlich nicht anerkannt. Die Brache kann der Selbstbegrünung überlassen werden oder ist aktiv zu begrünen (mit Gras oder Blühpflanzen oder „Jägermischungen“). Aus der AgrarZahlVerpflichtV und der DirektZahlDurchfV ergibt sich ein Nutzungsverbot, welches dadurch letztlich prüfbar wird, wenn keine klassische Kulturpflanze in Reinkultur angebaut wird.
Nein, das ist nicht möglich. Es ist nur eine Beweidung mit Schafen erlaubt, bzw. ein einmaliges Mulchen. Auf keinen Fall darf in den Boden eingegriffen werden.
Es sind beide Kulturen entscheidend. Sowohl durch die beerntete Kultur als auch durch die neu ausgesäte Kultur dürfen die Regelungen zur Anbaudiversifizierung nicht ihre Gültigkeit verlieren.
Zunächst wird nur die Greeningprämie gekürzt, ab 2017 drohen Sanktionen von bis zu 20 % und ab 2018 bis zu 25 %.



Quelle: nach F.-J. Schoo, LWK Niedersachsen, Dezember 2014, verändert nach Stand 01.2015

Hinweis: Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen (Stand 01.2015), aber ohne Gewähr auf Vollständig- und Richtigkeit. Die umfangreichen Rechtstexte werden derzeit in den Bundesländern unterschiedlich interpretiert. Bitte beachten Sie daher die aktuellen Aussagen der regionalen Beratung!