Deutsche Saatveredelung AG (DSV)

Reduzierte Bodenbearbeitung

  • Standort: vorrangig erosionsgefährdete und/oder schwere bzw. flachgründige Lagen ohne Stauwassereinfluss in guter Kultur
  • Vorfrucht: möglichst Wintergerste, stehende Bestände, verlustarmer Mähdrusch, exakte Strohhäckselung und Verteilung
  • Strohdüngung: 30 kg/ha N, möglichst als Gülle oder AHL
  • Stoppelbearbeitung: 1 x flach, damit das Getreide aufläuft; mit Scheibenschargrubber, schwerer Spatenrollegge, Scheibenegge; nur bei wirklich trockenen Bodenverhältnissen arbeiten
  • Grundbodenbearbeitung: 1 x ca. 15 cm tief mit den oben genannten Geräten
  • Saatbettbereitung: zapfwellengetrieben mit Kreiselegge oder Kreiselgrubber am Tag der Aussaat, nach der Saat obligatorischer Walzeneinsatz
  • Aussaattechnik: Bestellkombination mit Normal- und Rollscharen
  • Saattermin: etwa fünf Tage vorverlegen im Vergleich zur normalen Aussaat
  • Saatmenge: etwa um 0,5-1 kg/ha steigern (bei Hybriden nur geringe Erhöhung der Saatmenge)
  • Saattiefe: etwas tiefer, ca. 3-4 cm
  • Herbizideinsatz: besonderes Augenmerk auf Ausfallgetreide und Ungräser (Ackerfuchsschwanz und Quecke) legen
  • Allgemeine Bestandesführung: falls Feldmäuse auftreten, sofort und konsequent bekämpfen, Schneckenbefall kontrollieren; bei ungünstiger Herbstentwicklung 30 kg/ha N als Starthilfe