Deutsche Saatveredelung AG (DSV)
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COUNTRY ÖKO 2249 Luzernegras leichte Böden

Luzernegras mehrjährig

Mehrjährige Schnittnutzung auf trockenen und leichten Standorten


Diese Mischung ist besonders für trockene Standorte mit stark schwankender Bodengüte geeignet. Der hohe Anteil an Luzerne kombiniert mit Knaulgras, Wiesenschwingel und Festulolium sichert die Erträge ab. Festulolium (Wiesenschweidel) ist eine Artenkreuzung aus Festuca spp. und Lolium spp.. Der Vorteil des Kreuzungsproduktes liegt darin, dass die positiven Ertragseigenschaften des Weidelgrases mit der Ausdauer des Schwingels kombiniert wurden. Der Aufwuchs dieser Mischung dient als eiweißreiches Futter auf leichten Böden. Der eingemischte Weißklee schließt die Narbe mit seinen Kriechtrieben.

Eine Saatbettkalkung wird zur Ansaat ausdrücklich empfohlen!

Leguminosen und Gräser führen zu einer dauerhaften Verbesserung von Bodeneigenschaften. Die nach dem Umbruch im Krumenbereich verbleibenden organischen Rückstände führen zur Humusversorgung und -anreicherung im Boden. Leguminosen sorgen für eine Stickstoffzufuhr im Anbausystem. Mit dem Anbau von Kleegrasmischungen wird das Bodenleben aktiv gefördert, der Anteil wasserbeständiger Krümel sichtbar erhöht, die Infiltration verbessert sowie die Bodenstruktur aufgebaut und stabilisiert.

Aussaatform Neuanlage, Feldgras

Zusammensetzung

Anteil Arten
68 % Luzerne (PLANET, PLATO, POMPOSA, SCALIGERA)
10 % Wiesenschwingel (PREVAL, PAMPERO)
10 % Knaulgras (REVOLIN, TREPOSNO)
10 % Festulolium (FEDORO, FELOPA)
2 % Weißklee (LIFLEX)

Anbauhinweise

Aussaatstärke Neuansaat: 30 kg/ha; Untersaat: 10 kg/ha
Aussaattermin April-August, günstige Lagen bis 10. September
Nutzungshäufigkeit/Jahr 3-4 Nutzungen

Standort

Trocken Normal Feucht Moor Höhenlage
••• •• º
••• = besonders geeignet | •• = geeignet | = bedingt geeignet | o = keine Angabe

Nutzung

Weide Mähweide Schnitt Extensive
••• •••
••• = besonders geeignet | •• = geeignet | = bedingt geeignet | o = keine Angabe

Futterwert

Energiedichte Verdaulichkeit Eiweiß
•• •• ••
••• = sehr hoch | •• = hoch | = mittel | o = keine Angabe

Für eine gute Ausdauer der Luzerne sind folgende Grundregeln zu beachten:

  • Der erste Aufwuchs im Ansaatjahr der Luzerne sollte möglichst das Blühstadium erreichen.
  • Zwischen dem vorletzten und dem letzten Schnitt ist eine Nutzungspause von mehr als 7 Wochen einzuhalten.
  • Zwischen dem 10. August und dem 20. – 25. September darf Luzerne nicht geschnitten werden.
  • Alle weiteren Aufwüchse werden geschnitten, wenn sich 2 bis gelbe Blätter am Stängelgrund zeigen, unabhängig vom Entwicklungsstadium, jedoch spätestens bis zum Blühbeginn.
  • Beim Schnitt ist darauf zu achten, dass die Luzerne nicht zu tief geschnitten wird, um das Regenerationsvermögen zu erhalten.

Alle Öko-Mischungen werden nach der EU-Verordnung 834/2007 mit mindestens 70% Öko-Anteilen erstellt und sind bereits von unserer Kontrollstelle (DE-ÖKO-039) für die Verwendung in Deutschland genehmigt. Bei Nichtverfügbarkeit einzelner Sorten werden diese durch gleichwertige ersetzt. Die Saatstärken sind für ein optimales Saatbett kalkuliert, bei schlechten äußeren Bedingungen, wie unzureichendem Saatbett, verspätetem Saattermin, unzureichender Nährstoffversorgung und ungünstiger Witterung, sollten die Saatstärken nach oben angepasst werden.