Deutsche Saatveredelung AG (DSV)

Anbauhinweise

P1030557Der richtige Termin
Um Wasser zu sparen und eine Konkurrenz von Ausfallgetreide bzw. -raps zu unterbinden, sollte die Aussaat unmittelbar nach dem Mähdrusch mit flachen Werkzeugen erfolgen. Ist die Zwischenfruchtaussaat witterungsbedingt oder aus arbeitswirtschaftlichen Gründen kurz nach der Ernte der Vorfrucht nicht möglich, ist aufgelaufenes Ausfallgetreide mit entsprechenden Bodenbearbeitungsmaßnahmen zu bekämpfen. Besondere Beachtung ist diesbezüglich bei erfolgter Strohernte auf den Schwadbereich zu legen. Hier ist in manchen Fällen eine zusätzliche Ausfallgetreidebekämpfung durchzuführen. Die Aussaatzeiten sollten regional angepasst werden.

Saatbett
Alle Mischungen enthalten klein- und großkörnige Arten, daher liegt die optimale Aussaattiefe bei max. 2 – 3 cm. Bei der Saatbettbereitung muss vor allem den Ansprüchen der Feinsaaten mit einem feinkrümeligen, gut rückverfestigten Saatbett Rechnung getragen werden. Grundsätzlich ist im Vorfeld auf eine optimale Strohverteilung zu achten.

Saattechnik
Die Aussaat einer Zwischenfruchtmischung kann nach erfolgter Bodenbearbeitung mit der Drillsaat oder nach Vorfrüchten wie Roggen oder Weizen am Tag des Drusches mit der Direktsaat in die Stoppel erfolgen. Wird zur Zwischenfrucht gepflügt, kann zur nächsten Hauptfrucht in der Regel auf den Pflug verzichtet werden. Der Einsatz von Walzen (z. B. Güttlerwalze) in Verbindung mit Streu- bzw. Drilltechnik kann ebenfalls sinnvoll und effizient sein. Entscheidend sind eine gleichmäßig flache Saatablage mit ausreichender Rückverfestigung.
Voraussetzungen für das Gelingen einer Direktsaat:

  • Die Strohverteilung muss optimal erfolgen, eventuell ist der Einsatz eines Strohstriegels und/oder ein Mulchen der Stoppeln erforderlich
  • Da unter trockenen Bedingungen in der Bodenoberschicht kaum eine N-Mineralisierung stattfindet, ist bei einer Direktsaat eine Stickstoffgabe anzuraten.

Saatstärke
Die Saatstärken der TerraLife Mischungen sind für ein optimales Saatbett und optimale Saatzeiten kalkuliert und sollten aufgrund des unterschiedlichen Konkurrenzverhaltens der einzelnen Mischungspartner unbedingt eingehalten werden. Nur bei ungünstigen Bedingungen, wie unzureichende Saatbettbereitung oder verspätetem Saattermin sind die Saatstärken nach oben anzupassen.

Düngung
Bei TerraLife Mischungen mit einem hohen Leguminosenanteil ist zur Förderung der Anfangsentwicklung eine Startgabe mit Stickstoff über Gülle bzw. Gärreste von 20 – 30 kg/ha empfehlenswert. Bei Direkt und flacher Mulchsaat sollte die N-Düngung auf 30 – 50 kg/ha erhöht werden. Die weitere Stickstoffversorgung der Zwischenfrucht erfolgt durch die Leguminosen selbst. Für die optimale Entwicklung der Mischungen AquaPro Öko, BioMax TR Öko, BetaSolanum Öko und LeguFit Öko wird eine ausreichende Stickstoffversorgung durch Gülle oder Leguminosenvorfrucht benötigt.

Allgemeine Hinweise

  • Bei zu früher Aussaat und unter Stressbedingungen (insbes. Trockenstress) kann es zur vorzeitigen Samenbildung einiger Pflanzenarten (Buchweizen, Weißer Senf, Ölrettich, Phacelia) kommen. In diesen Fällen ist ein rechtzeitiges mechanisches Stoppen des Wachstums zu empfehlen, um einer möglichen Samenreife vorzubeugen
  • Der Aufwuchs sollte im Spätherbst grundsätzlich nicht grün eingearbeitet werden
  • Bleiben die Mischungen über Winter stehen, empfiehlt sich ein Walz- bzw. Quetschgang am Ende der Vegetation, um ein sicheres Abfrieren und gleichmäßiges Einarbeiten im Frühjahr zu ermöglichen (Ausnahme MaisPro) 
  • Weitere geeignete Ansaatverfahren sind: Gülle- und Mähdruschsaat (optional mit Walzengang)