Deutsche Saatveredelung AG (DSV)

DSV forscht im Verbund an rentablerer Biogaserzeugung

Die Deutsche Saatveredelung AG (DSV) und eine Projektgruppe der TU Bergakademie Freiberg forschen in den nächsten drei Jahren an dem Projekt „Rohrglanzgras als Bioenergiegras – Optimierung der Biomasseausnutzung und der Bioakkumulation von Wertstoffen“. In dem vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderten Programm soll untersucht werden, inwiefern Rohrglanzgras (Phalaris arundinacea) als Energiegras für die Biogaserzeugung und Elementbindung rentabel eingesetzt werden kann.

Rohrglanzgras eignet sich für eine Kaskadennutzung, d.h. nach einer ersten Verwertung können die Reststoffe weiter verwertet werden. Im Fall von Phalaris arundinacea würde das bedeuten, dass nach der Verbrennung oder der Fermentierung aus den Pflanzenresten Germanium und Seltene Erden (feststehender Begriff für 17 seltene Metalle) gewonnen werden können. Rohrglanzgras reichert diese Elemente in seiner Biomasse an. Im Rahmen des Forschungsprojekts sollen ausgesuchte Genotypen auf ihre Biomasseproduktion und Elementaufnahme untersucht werden. Im weiteren Verlauf werden die Pflanzen ausgewählt, mit denen Germanium und Seltene Erden besonders gut aus dem Boden gebunden werden können. Diesen Vorgang bezeichnet man als Phytomining. Das bedeutet, dass Bodenelemente in der Pflanze angereichert und somit nutzbar gemacht werden. Das Verfahren ermöglicht sogar die Förderung von Bodenschätzen, die sonst nur schwer abbaubar wären. Germanium kann nur in kleinen Mengen gefördert werden und die Nachfrage steigt, da der Rohstoff u.a. in Smartphones und Solarzellen verwendet wird. Aus diesem Grund ist eine alternative Gewinnungsmethode sehr gefragt.

Dieses Projekt bietet der Deutschen Saatveredelung AG die Möglichkeit, weiter an innovativen Methoden und Konzepten für die Landwirtschaft zu arbeiten und ihren Kunden somit zukunftsorientierte Lösungen anzubieten.

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