Deutsche Saatveredelung AG (DSV)
PDF Produktblatt

BOVITAL

(Sorghum bicolor x sudanense)

Sorghum für die Futternutzung

Die Trockenheit der letzten zwei Jahre lässt viele Fachleute und Landwirte über zukünftige Alternativen im Ackerbau und zur Futtergewinnung nachdenken. Hierbei wird immer wieder Sorghum als Alternative zu Mais und anderen klassischen Kulturen genannt. Die Vorteile von Sorghum liegen auf der Hand, denn die Kulturpflanze zeigt eine hohe Stresstoleranz gegenüber abiotischen Faktoren. Das heißt, sie kommt gut mit geringeren Wassermengen zurecht, hat gleichzeitig niedrige Anforderungen an den Boden und kann Stickstoff hocheffizient nutzen.

Bei Bovital handelt es sich um eine frühe bis mittelfrühe Silosorghumsorte, die auch auf trockenen Standorten hohe Gesamttrockenmasse- und Energieerträge liefert. Die Verdaulichkeit der Gesamtpflanze ist sehr gut. Weiterhin zeichnet sie sich durch eine gute Standfestigkeit aus. Sie bestockt sich sehr gut und erreicht eine Wuchshöhe von max. 3 m.

Boden- und Klimaansprüche

Da Sorghum eine relativ schwache Jugendentwicklung hat, sollte ein besonderes Augenmerk auf die Bodentemperatur gelegt werden. Mindestens 12° C werden empfohlen. Wie bei Mais oder Rüben ist ein feines Saatbett mit gutem Anschluss an Kapillarwasser des Bodens nötig. Bovital hat wenig Ansprüche an die Bodenart, jedoch sollten zu kalte und nasse Standorte vermieden werden. Da es sich bei Sorghum um eine C4- Pflanze handelt, die ursprünglich aus der Sub- Sahra stammt, kann die Aussaat frühestens ab Mitte Mai beginnen. Da Bovital auch als Zweitkultur angebaut werden kann, ist eine Aussaat bis Mitte Juni möglich. Sorghum ist eine wärmeliebende Kultur, die im Vergleich mit anderen Getreidearten besonders gut mit Hitze- und Trockenstress umgehen  kann.

Düngung und Pflanzenschutz

Sorghum ist sehr N-effizient. Bei einer ersten Gabe sind 50-70 kg N/ha ausreichend, 150 kg/ha sollten nicht überschritten werden, um Lager zu vermeiden. Zusätzlich werden ca. 60-80 kg P2O5/ha und 120-150 kg K2O/ha empfohlen. Kalium dient der Unterstützung der Halmbildung. Wie beim Mais sollte der Unkrautdruck, aufgrund der langsamen Jugendentwicklung, so gering wie möglich sein.

Beim Pflanzenschutz stehen nur wenige Mittel zur Verfügung. Eine sehr gute Übersicht bietet der folgende Link: https://www.lfl.bayern.de/mam/cms07/ips/dateien/kk_4_sorghum-hirse.pdf. Generell sollte Sorghum nicht auf Standorten angebaut werden, die durch einen hohen Hirsedruck gekennzeichnet sind.  

Anbauhinweise

Aussaatmenge25-30 Pflanzen/m2 oder ca. 7-9 kg/ha
AussaatterminMitte Mais bis Mitte Juni, min. 12°C Bodentemperatur

Saatbett
SaatbettFeinkrümeliges Saatbett. Drill- und Saatbettvorbereitungstechnik, wie für den Maisanbau.
AussaattechnikEinzelkornsaat oder Drillsaat ist möglich.
Saattiefe2-4 cm
Düngung120-150 kg/ha N, 60-80 kg/ha P2O5, 250 kg/ha 120-150 K2O. Stallmist, Gülle und Jauche werden gut verwertet.
Pflanzenschutzhttps://www.lfl.bayern.de/mam/cms07/ips/dateien/kk_4_sorghum-hirse.pdf
ErnteterminAb einem TS-Gehalt von 25-30 %, im September bis Oktober

Wir schätzen Ihre Privatsphäre!

Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und anonyme Analysetechniken (Matomo Webanalyse) verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen. Die Einwilligung zur Verarbeitung Ihrer Daten können Sie jederzeit unter dem Link Datenschutzerklärung im unteren Bereich dieser Webseite widerrufen oder erteilen. Hier finden Sie ebenfalls weitere Informationen zu Ihren (Widerrufs-)Rechten bezüglich der DSGVO und ePrivacy Richtlinien.

Zustimmen zur anonymen Webanalyse Fortfahren mit nur notwendigen Cookies