Deutsche Saatveredelung AG (DSV)
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PRIMUS

Winterweizen

Sticht heraus!

  • Stabile, hohe Kornerträge
  • TOP-Erträge auf leichten Standorten
  • Kompensationstyp mit schneller Korneinlagerung
  • Standfest mit kurzem Stroh
  • Gute Blattgesundheit, sehr gute Mehltauresistenz
  • Sehr saatzeitflexibel
  • Idealer Stoppel-, Raps- und Rübenweizen
  • Gute Eignung auch für Weizengrenzstandorte!

Qualitätsgruppe B
Typ Kompensationstyp
Produktionsziel Hohe Erträge bei früher bis sehr später Aussaat und Produktion von Futter- oder Brotweizen.

Ertrag/Ertragsstruktur
Kornertrag Stufe 2 - behandelt 7 hoch
Kornertrag Stufe 1 - unbehandelt 5 mittel
Bestandesdichte 6 hoch
Kornzahl/Ähre 6 hoch
Tausendkorngewicht 4 niedrig bis mittel
Agronomische Eigenschaften
Ährenschieben 5 mittel
Reife 5 mittel
Pflanzenlänge 4 kurz bis mittel
Neigung zu Auswinterung 5 mittel
Neigung zu Lager 5 mittel
Trockentoleranz sehr gut
Herbstentwicklung 0
Frühjahrsentwicklung +
Bestockungsfähigkeit ++
Anbaueignung
Frühsaat +++
Spätsaat +++
Maisvorfrucht -
Stoppelweizeneignung +++
Mulchsaateignung ++
Schwächere Standorte +++
Resistenzeigenschaften
Halmbruch 5 mittel
Mehltau 2 sehr gering bis gering
Blattseptoria 5 mittel
DTR/HTR: 4 gering bis mittel
Gelbrost 7 stark
Braunrost 5 mittel
Fusarium 5 mittel
Spelzenbräune 4 gering bis mittel
Qualität
Fallzahl 7 hoch
Fallzahlstabilität 0 mittel
Rohproteingehalt 3 niedrig
Sedimentationswert 6 mittel bis hoch
Volumenausbeute 4 niedrig bis mittel
Hektolitergewicht (-) (niedrig bis mittel)



Sortenprofil
Stoppelweizen
Maisvorfrucht
Mulchsaat
Frühsaat
Spätsaat
Leichte Böden
+++
-
++
+++
+++
+++
Stoppelweizen = +, d.h. Pflugfurche empfohlen; ++ oder +++ d.h. kann auch als Mulchsaat gedrillt werden; Maisvorfrucht = 0, d.h. pflügen wird empfohlen
Produktionsziel

Hohe Erträge bei früher bis sehr später Aussaat und Produktion von Futter- oder Brotweizen.

Sortentyp

PRIMUS ist ein tagneutraler Kompensationstyp mit geringem Vernalisationsanspruch. Bei mittleren bis leicht überdurchschnittlichen Bestandesdichten erreicht PRIMUS hohe Kornzahlen pro Ähre und gute Tausendkorngewichte. Die Sorte hat ein gutes Kompensationsvermögen!

Saatzeit/Saatstärke

Sehr saatzeitflexibel von sehr früh bis sehr spät!
Sehr früh: 180-230 Körner/m²
Früh: 250-280 Körner/m²
Normal: 280-330 Körner/m²
Spät: 380-450 Körner/m²
Geringere Saatstärken bei günstigen Bodenbedingungen und auf Trockenstandorten.
Höhere Saatstärken bei ungünstigen Standortbedingungen und Tonböden.

Bestandesdichte

niedrige Ertragserwartung: 420-450 Ähren/m²
mittlere Ertragserwartung: 500-550 Ähren/m²
hohe Ertragserwartung: 550-600 Ähren/m²

Düngung

Die Gaben sollten an Standort, Bestandesentwicklung und Ertragsziel angepasst werden. Ausgeglichene Förderung aller Ertragskomponenten. Früher Wachstumsbeginn im Frühjahr, deshalb früh andüngen. Ausreichende N-Spätdüngung zur Absicherung des Proteingehaltes.

Wachstumsregler

Gute Standfestigkeit, geringer Wachstumsreglerbedarf.
Beispiel: mittlere bis hohe Ertragserwartung/ausreichende Wasserversorgung
EC 25-29: 1,0-1,4 l/ha CCC
EC 30/31: 0,3-0,6 l/ha CCC oder 0,3-0,5l/ha CCC + 0,1-0,25 Moddus
Beispiel: geringe Ertragserwartung/oft schlechte Wasserversorgung
EC 25-29: 1,2-1,5 l/ha CCC
WR- Einsatz an Bestandesentwicklung, Standort, Ertragspotenzial und Witterung anpassen.

Herbizide, Fungizide

Chlortoluron (CTU) unverträglich.
Gute Blattgesundheit, deshalb geringe bis mittlere Fungizidintensität. Bekämpfungsschwerpunkt Septoria tritici (ST) und Braunrost (BR). Keine prophylaktische Mehltaubehandlung nötig. In Befallslagen höhere Gelbrostanfälligkeit (GR) beachten. Auf Risikoschlägen z.B. Stoppelweizen pfluglos gegen Ährenfusarium (ÄF) behandeln. Nach Mais nur mit Pflugfurche anbauen und zur Blüte Fungizid gegen Fusarium einsetzen.

Einstufung nach Beschreibender Sortenliste 2016 und eigenen Erfahrungen. Krankheitsresistenzen: 1 = sehr gute Resistenz, 9 = sehr geringe Resistenz, +++ sehr hoch, sehr zügig, sehr gute Eignung, () = Tendenz