Deutsche Saatveredelung AG (DSV)
PDF Produktblatt

TAMINA

Wintergerste mehrzeilig

Alles in Balance

  • Hohe Erträge zur Eigenverwertung oder sicheren Vermarktung
  • Sehr abgerundete Sorte mit hohem Ertragspotenzial, guter Strohstabilität und Blattgesundheit sowie sicherem HLG
  • Hohe bis sehr hohe unbehandelte und behandelte Erträge
  • Geringes Halm- und Ährenknicken, gute Standfestigkeit
  • TOP Mehltau und Zwergrostresistenz
  • Gute Winterfestigkeit und gutes Regenerationsvermögen nach dem Winter 2011/12
  • Gleichmäßige Korn-Stroh-Abreife
  • Sichere Vermarktung durch hohes Hektolitergewicht

Zeiligkeit mehrzeilig
Typ Kompensationstyp
Standort mittlere bis bessere Standorte
Produktionsziel Hoher Erträge zur Eigenverwertung oder sicheren Vermarktung

Ertrag/Ertragsstruktur
Kornertrag Stufe 2 - behandelt 7 hoch
Kornertrag Stufe 1 - unbehandelt 8 hoch bis sehr hoch
Bestandesdichte 4 niedrig bis mittel
Kornzahl/Ähre 6 mittel bis hoch
Tausendkorngewicht 6 mittelspät
Agronomische Eigenschaften
Ährenschieben 6 mittelspät
Reife 6 mittel bis spät
Pflanzenlänge 6 mittel bis lang
Neigung zu Auswinterung 5 mittel
Neigung zu Lager 4 gering bis mittel
Halmknicken 4 gering bis mittel
Ährenknicken 4 gering bis mittel
Trockentoleranz gut
Herbstentwicklung 0
Frühjahrsentwicklung +
Bestockungsfähigkeit +
Anbaueignung
Mulchsaateignung +
Schwächere Standorte -
Resistenzeigenschaften
Mehltau 2 sehr gering bis gering
Netzflecken 5 mittel
Rhynchosporium 4 gering bis mittel
Zwergrost 3 gering
Gelbmosaikvirusresistenz 1 sehr gering
Ramularia ++ gering
Atmosphärische Blattflecken + gering bis mittel
Typhula 0 mittel
Qualität
Marktwareanteil 7 hoch
Rohproteingehalt 2 sehr niedrig bis niedrig
Hektolitergewicht 6 mittel bis hoch



Produktionsziel

Hohe Erträge zur Eigenverwertung oder sicheren Vermarktung

Sortentyp

TAMINA ist ein klassischer Kompensationstyp und erzielt ihren hohen Kornertrag über geringere bis mittlere Bestandesdichten, hohe Kornzahlen/Ähre und einem mittlerem TKM. Dünnere Bestände kann TAMINA durch ein gutes Bestockungsvermögen und die höhere Kornzahl pro Ähre ausgleichen.

Standort

Optimal geeignet für mittlere bis bessere Böden. Für sehr leichte Standorte, die häufig unter Trockenheit leiden, ist die Sorte weniger geeignet. Gute Standfestigkeit, deshalb auch anbauwürdig auf Standorten mit hohem Lagerdruck wie z.B. Veredelungsbetrieben.
TAMINA besitzt eine ausreichende Winterfestigkeit und eine gute Widerstandskraft gegen Typhula und Schneeschimmel und kann deshalb auch für den Anbau in Höhenlagen empfohlen werden.

Saatzeit/Saatstärke

Ortsübliche Aussaattermine anstreben. Sehr späte Saattermine vermeiden!
Gute Böden, günstige Bedingungen, trockene Lagen: 280-300 Körner/m²
Mittlere bis schwere Böden, ungünstige Bedingungen, ausreichende Wasserversorgung: 330-350 Körner/m²
Geringere Saatstärken bei günstigen Bodenbedingungen und auf Trockenstandorten.
Höhere Saatstärken bei ungünstigen Standortbedingungen und Tonböden.

Bestandesdichte

niedrige Ertragserwartung: 450-500 Ähren/m²
mittlere Ertragserwartung: 500-550 Ähren/m²
hohe Ertragserwartung: 550-650 Ähren/m²

Düngung

Die N-Gaben sollten an Standort, Bestandesentwicklung und Ertrag angepasst werden. Alle Ertragskomponenten gleichmäßig fördern = ausgeglichene N-Düngung.

Wachstumsregler

Der richtige und angepasste Wachstumsreglereinsatz ist der Schlüssel zum Erfolg! Bei mittlerem bis hohem Ertragsniveau hat sich ein zweimaliger Wachstumsreglereinsatz bewährt.
Beispiel: mittlere bis hohe Ertragserwartung/ausreichende Wasserversorgung
EC 31/32 0,3-0,4 l/ha Moddus oder 0,5-0,8 l/ha Medax TOP + 0,5-0,8 l/ha Turbo
EC 37/39 0,15-0,3 l/ha Camposan Extra
Beispiel: niedrige Ertragserwartung/oft schlechte Wasserversorgung
EC 31/32 0,3-0,4 l/ha Moddus
WR-Einsatz an Bestandesentwicklung, Standort, Ertragspotenzial und Witterung anpassen.

Herbizide, Fungizide

Geringe bis mittlere Pflanzenschutzintensität. TAMINA hat eine sehr gute Mehltau und gute Zwergrostresistenz. Bei der Fungizidwahl Mittel mit guter Netzfleckenwirkung (NF) wählen. Auf Standorten mit Auftreten von Ramularia (RA) sollte die letzte Behandlung spät in EC 49-55 erfolgen.

Einstufung nach Bundessortenamt 2016 und eigenen Erfahrungen. Krankheitsresistenzen: 1 = sehr gute Resistenz, 9 = sehr geringe Resistenz, +++ sehr hoch, sehr zügig, sehr gute Eignung, () = Tendenz