Deutsche Saatveredelung AG (DSV)

Übersaat

Die Übersaat - Die preiswerte Methode der Grünlandverbesserung

Die Übersaat ist die kostengünstigste Methode, um intakte, nicht verfilzte und lockere Grünlandnarben zu stabilisieren und einer Bestandsumschichtung entgegenzuwirken. Sie kostet je nach Saatgutaufwand nur zwischen 15 und 25 Euro/ha und Jahr. Durch die regelmäßige Übersaat wird ein Samenpotenzial in die Grünlandbestände gebracht, so dass entstehende Lücken und Fehlstellen umgehend mit wertvollen Futtergräsern geschlossen werden können.

Aussaattermin und Saatmenge

Insgesamt sollten bei einer Übersaat jährlich in 2-3 Gaben Saatgut zu je 5 kg/ha ausgebracht werden. Bei regelmäßiger Anwendung (Ein Jahr ist kein Jahr!) bildet sich nach zwei bis drei Jahren eine dichte, trittfeste Narbe.

Düngerstreuer und ihre Einsatzmöglichkeiten für die Übersaat

Pneumatikstreuer

  • Der Grassamen kann mit dem Dünger gleichmäßig verschnitten und ausgebracht werden.
  • Eine separate Ausbringung des Grassamens ist möglich. Die Vorteile des Pneumatikstreuers liegen im sehr exakten Streubild, der Ausbringung in Fahrgassen sowie in der Windunempfindlichkeit.

Tellerstreuer

  • Der Grassamen kann mit dem Dünger gleichmäßig verschnitten und ausgebracht werden.
  • Windempfindlichkeit beachten

Schneckenkornstreuer

  • Hier wird der Grassamen separat ausgebracht.
  • Der Schneckenkornstreuer kann auf Walzen, Schleppen oder Striegel aufgesattelt werden. So können Pflegemaßnahmen mit einer Übersaat kombiniert werden.

Neben der Übersaat mit einem Düngerstreuer ist auch eine Ausbringung mit dem Güllefass möglich. Hier ist auf eine gleichmäßige Einmischung des Saatgutes mit der Gülle zu achten, ebenso auf eine gleichmäßige Ausbringung.

Und so wird's gemacht

Beim Befüllen des Dünge- oder Schneckenkornstreuers wird der Grassamen anteilsmäßig mit dem Dünger eingemischt. Bei der Ausbringung ist zu beachten, dass der Grassamen ein anderes Flugverhalten als der Dünger aufweist (Grassamen fliegt nur ca. 5-6 m). Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass bei der Ausbringung kein starker Wind vorherrscht.