DSV-Saaten

Weißes Straußgras
 

Weißes Straußgras

Weißes Straußgras - Agrostis alba gigantea


Fruchtstände

Blatthäutchen lang und weiß

Ausdauerndes Gras mit unterirdischen Ausläufertrieben, auch oberirdische Kriechtriebe kommen vor, sind aber schwach entwickelt. Der hohe Wuchs von ca. 100 cm verleiht dieser Art die Bezeichnung „Riesenstraußgras“, es ist eng verwandt mit dem Flechtstraußgras, Agrostis stolonifera, das wesentlich kürzer und feiner in der Struktur ist. Vorkommen auf feuchtem bis nassen, nährstoffreichem Grünland, außerdem an Gräben, Gewässern und Flutmulden. Kühle und feuchte Lagen sagen besonders zu, daher auch in Mittelgebirgslagen verbreitet. Wenig verträglich gegenüber Trockenheit und Böden mit Luftmangel. Futterertrag und Futterwert (Note 7) des Weißen Straußgrases sind hoch. Dort, wo vom Standort andere Futtergräser wenig geeignet sind, ist das Weiße Straußgras Hauptbestandsbildner. Von den Weidetieren wird es gern angenommen. Mit seinen Ausläufertrieben trägt es zur Narbenfestigkeit bei. Bei Aussaat in Saatmischungen verge- hen wegen der langsamen Entwicklung 2–3 Jahre bis zur anteiligen Bestandsbildung.

Botanische Merkmale

Blatt

Blattanlage gerollt, Blattscheide nicht verwachsen und unbehaart. Blattspreite lang und zugespitzt, deutlich gerieft und kahl, matt hellgrün bis graugrün. Blatthäutchen weiß und lang, fast dreieckig und abgerundete Spitze, manchmal auch zerschlitzt. Keine Blattöhrchen.

Halm

Halme sind steif aufrecht oder bogig. Halmlänge bis zu 100 cm.

Blütenstand

Lockere, pyramidenförmige Rispe bis zu 20 cm lang, an den unteren Stufen der Hauptachse zahlreiche Seitenäste unterschiedlicher Länge, teilweise bis 8 cm lang. Zur Blütezeit ist die Rispe ausgebreitet, die Seitenäste sind waagerecht abgespreizt. Vor und nach der Blüte ist die Rispe wieder geschlossen. Die vielen Ährchen sind klein, 2–3 mm lang, lanzettlich, einblütig, blassgrün bis violett. Hüllspelzen 2,5 mm lang gekielt. Deckspelze kürzer als Hüllspelze, fünfnervig und ohne Grannen. Vorspelze halb so lang wie Deckspelze.

Frucht

Die Spelzfrucht wird von den verschieden gefärbten (goldgelb - braun -violett) Hüllspelzen umschlossen. Deck- und Vorspelze zarthäutig, weiß bis silbrig glänzend. Deckspelze am Grunde fein behaart. Kein Stielchen. Die braune Karyopse ist durchscheinend und oft entspelzt. TKG 0,05–0,08 g.



© Deutsche Saatveredelung AG 2019