DSV-Saaten

Wolliges Honiggras
 

Wolliges Honiggras

Wolliges Honiggras - Holcus lanatus


Blütenstand

Behaarter Stängel

Ausdauerndes Horstgras, das auch unterirdische Kriechtriebe bilden kann. Diese bleiben mit dem Horst verbunden und bilden keine eigenen Blütenstände. Horste polsterartig und meist wintergrün. Wuchshöhe bis 100 cm; zeitiger Austrieb im Frühjahr und Blüte Ende Mai bis August. Wolliges Honiggras ist auf vielen Standorten unterschiedlicher Feuchtestufen verbreitet. Auf Mineral- wie auf Moorböden anzutreffen, bei hohen und niedrigen pH-Werten. Auf Wiesen stärker als auf Weiden. Auf Wiesen ist der hohe Anteil an der rötlichbraunen Bestandsfarbe erkennbar. Von den Weidetieren wegen der Behaarung ungern gefressen und nur im jungen Zustand verbissen. Das Heu ist leicht und geringwertig. Der Futterwert ist mit Note 4 noch ausreichend eingestuft. Wolliges Honiggras ist unter Umständen als Schadgras zu betrachten. Durch intensive Nutzung und Förderung erwünschter Arten lässt es sich verdrängen. In Heublumensaat hat es wegen der frühen Reife einen hohen Anteil.

Botanische Merkmale

Blatt

Blattanlage gerollt, Blattscheide nicht verwachsen. Blattspreite offen, Blattober- und unterseite weich und samtartig behaart. Schwach ausgeprägte Riefen. Großes, stark gefranstes, weißes Blatthäutchen. Kein Blattöhrchen. Blattfarbe bläulichgrün bis graugrün. Blattgrund oft rötlich angelaufen.

Halm

Halme aufrecht, leicht geknickt aufsteigend bis ca. 100 cm lang. An den unteren gestreckten Internodien häufig Seitentriebe. Früher Austrieb.

Blütenstand

Echte Rispe mit meist nur 2 Seitenästen auf den unteren Stufen. Blütenstand nur während der Blüte gespreizt, sonst der Halmachse anliegend wie eine Scheinähre. Ährchen flach, eiförmig mit nur 2 Blüten, davon die untere zwittrig, die obere männlich. Farbe weißlichrot oder bräunlichviolett. Hüllspelzen an den Rändern bewimpert, Deckspelzen kleiner und von Hüllspelzen eingeschlossen mit hakenförmig gebogener Rückengranne.

Frucht

Spelzfrucht 2–3 mm lang und bis 1 mm breit, wird von den 2 Hüllspelzen umschlossen. Die eigentliche Spelzfrucht ist unbegrannt. Die zarte, gelblich glänzende Deckspelze umgibt die ganze Karyopse. TKG ca. 0,4 g.



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