DSV-Saaten

Gemeine Quecke
 

Gemeine Quecke

Gemeine Quecke - Agropyron repens


Blattgrund mit Öhrchen

Unterirdische Ausläufer

Die Quecke ist ein ausdauerndes Gras mit starken Ausläufern. Die bindfadenstarken Ausläufer können sich unterirdisch verzweigen und bis zu 2 m lang werden. Diese vegetative Verbreitung übertrifft die generative Fruchtbildung. Quecke entwickelt oft Halme ohne Blütenstände. Blüte im Juni. Quecke ist ein weit verbreitetes Schadgras auf Acker- und Grünland. Sie kommt sowohl auf gut durchlüfteten Mineralböden als auch auf feuchten lehmhaltigen Böden vor. Begünstigt wird die Verbreitung durch lückige Bestände von Kulturpflanzen. Eindämmung der Quecke ist besonders auf dem Acker mechanisch und chemisch möglich, auf Grünland durch frühzeitige Nutzung und Schließen der Lücken über Nachsaat. Quecke wird zwar vom Vieh gefressen und auch als Heu genutzt (Futterwertnote 5), die Erträge sind aber unbefriedigend und nur im ersten Aufwuchs stärker. Hohe Nährstoffversorgung und Trockenheit fördern die Ausbreitung. Zur Erosionshemmung wird Queckensaatgut auf zu begrünenden Standorten oft zugemischt.

Botanische Merkmale

Blatt

Blattanlage gerollt, Blattscheide nicht verwachsen (manchmal im unteren Teil verwachsen), behaart oder auch kahl. Blattspreite flach, schwach gerieft, oft blaugrau. Wechselnde Behaarung von schwach bis stark. Langes, krallenartiges Blattöhrchen meist übereinandergreifend. Blatthäutchen kurz und derb, gerade oder fein gezähnt.

Halm

Halmlänge bis zu 100 cm, knickig aufsteigend. Neben ährentragenden Halmen auch Halme ohne Blütenstände.

Blütenstand

Locker besetzte zweizeilige echte Ähre ca. 20 cm lang. Ähre aufrecht stehend mit Gipfelährchen. Zähe Ährenspindel, meist 12–20 Ährchen vorhanden. Die Ährchen liegen der Spindel mit der Breitseite an. Hüllspelzen in grannenartige Spitze auslaufend. Deckspelze fünfnervig zugespitzt und kurz begrannt.

Frucht

Ährchen fallen als ganzes mit Hüllspelze von der Spindel ab. An der Basis der Deckspelze deutlicher Querwulst, der durch eine Furche begrenzt wird. Stielchen am Ende muldenförmig gebuchtet. TKG ca. 4 g. Karyopse ist bauchseitig mit einer Längsfurche versehen und an der Spitze fein behaart.



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