DSV-Saaten

Wiesenrispe
 

Wiesenrispe

Wiesenrispe - Poa pratensis


Fruchtstand

Kahnspitze

Ausdauerndes Gras mit langen und kräftigen unterirdischen Ausläufern. Bildet dichte Narben durch ständig neue Triebe aus den Ausläufern. Blütezeit Mai / Juni. Stark verbreitet auf Grünland und sonstigen begrünten Standorten. Unempfindlich gegen Trockenheit, winterhart auch bei längerer Schneelage, daher auch in Gebirgslagen weit verbreitet. Günstig sind lockere Mineralböden und Moorböden. Gut durchlüftete Lehmböden sind ebenfalls gut geeignet, wenn die Ausläuferbildung nicht behindert wird. Die breitblättrigen Wiesenrispen bilden ein wertvolles und leistungsstarkes Futtergras auf Dauergrünland. Im Futterwert hat sie die Note 8. Bei langsamer Jugendentwicklung setzt die Wiesenrispe sich erst später durch. Für Rasenanlagen, Sportrasen und Spielrasen mit hoher Belastung ist sie besonders gut geeignet und findet starke Verwendung. Schmalblättrige Typen mit hoher Strapazierfähigkeit und Narbendichte sind als Zuchtsorten verfügbar.

Botanische Merkmale

Blatt

Die Blattanlage ist gefaltet, die Blattscheide nicht verwachsen und anfangs platt. Die Blattspreite 3–6 mm breit, parallelrandig mit Kahnspitze, die beim Durchstreifen aufreißt. In der Farbe dunkelgrün und Unterseite nur schwach glänzend. Die Spreite ist ungerieft, an der Oberseite verläuft eine gegen Licht deutlich sichtbare Doppelrille. Die Länge der Blattspreiten variiert zwischen den langen grundständigen Blättern und den relativ kurzen Halmblättern. Kurzes, gerade gestutztes Blatthäutchen. Kein Blattöhrchen.

Halm

Meist aufrecht, zwischen 30–90 cm lang. Halmstängel rund, unverzweigt.

Blütenstand

Pyramidenförmig aufgebaute Rispe bis ca. 15 cm lang. 3–5 Seitenäste auf den unteren Stufen der Hauptachse. Während der Blüte gespreizt, nachher Blüte zusammengezogen. Ährchen 3–5-blütig. Hüllspelzen scharf zugespitzt, unbegrannt aber an der Basis lange Haare tragend (Rispenwolle).

Frucht

Dreieckige Spelzfrucht im Querschnitt. Derbe Deckspelze gelbbraun mit zottigen Haaren am Grunde. Vorspelzenkiele lang gezähnt, Stielchen kurz und dick. Karyopse nach oben und unten zugespitzt, dreikantig und gelbbraun. TKG 0,2–0,4 g.



© Deutsche Saatveredelung AG 2019