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Hainrispe
 

Hainrispe

Hainrispe - Poa nemoralis


Die Hainrispe ist ein ausdauerndes, horstbildendes Gras mit zahlreichen Formen. Man findet es vorwiegend in lichten Wäldern im Schatten oder Halbschatten. Sie bildet Halme mit Seitentrieben, wird ca. 80 cm hoch, treibt im Frühjahr zeitig aus und blüht im Juni / Juli. Weit verbreitet in lichten, halbschattigen Wäldern, sowohl Laub- als auch Nadelwälder sowie in Gebüschen und Parkanlagen. Häufig in lockerem Wuchs allein bestandsbildend. Als Futterpflanze von untergeordneter Bedeutung, evtl. als Hutung von Schafen genutzt. Als Rasengras mit wenig Erfolg in Schattenrasenmischungen enthalten. Nutzbar in wenig oder gar nicht gemähten Landschaftsrasen. Bei Tiefschnitt verschwindet die Art sehr schnell.

Botanische Merkmale

Blatt

Blattanlage gefaltet, Blattscheide kahl und nicht verwachsen. Blattspreite 2– 3 mm breit, lineal oder zugespitzt, keine Riefen, Doppelrille auf der Oberseite nicht immer deutlich, Blatthäutchen sehr kurz, kein Blattöhrchen.

Halm

Halm meist aufrecht bis ca. 80 cm lang, oft Bildung von Seitentrieben mit gestauchten Internodien, Halmblattspreiten rechtwinklig abstehend.

Blütenstand

Etwas überhängend, unter 10 cm lang und zur Blütezeit gespreizt. An jeder Stufe der Hauptachse ca. 5 Seitenäste, je Ährchen 2–5 Blütchen. Ährchen grau bis grünbräunlich oder violett angelaufen. Hüllspelzen scharf zugespitzt, untere kürzer als die obere. Deckspelze lanzettlich, nicht begrannt, teilweise etwas behaart.

Frucht

Spelzfrucht lanzettförmig, 2,5–3 mm lang, Querschnitt dreieckig und kantig, Deckspelze gekielt, glatt glänzend, im unteren Teil behaart. Vorspelze flach mit gezähnten Kielen. Stielchen bis 1,4 mm lang, zylindrisch dünn und behaart. TKG ca. 0,2 g.



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