Deutsche Saatveredelung AG (DSV)
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NUTRI HONEY

Sorghum bicolor

Die Lösung für trockene Standorte

(Sorghum bicolor x Sorghum sudanese)

Die hohen Masseerträge auf trockenen Standorten, die unkomplizierte Produktionstechnik und die günstige Integration in Fruchtfolgen sind für die Praxis attraktive Argumente für den Anbau von Sorghum. Mehr und mehr entwickelt sich der Exot zu einem verlässlichen Substrat für die Biogasproduktion. Dem Problem der Kälteempfindlichkeit und der zu späten Abreife für die deutsche Witterung wird mit intensiver Züchtungsarbeit begegnet. Unsere Sorte Nutri Honey ist eine Sorghumhirse des Types Sudangras mit hervorragenden Qualitätseigenschaften. Der rasche Feldaufgang der Sorte erlaubt einen frühen ersten Schnitt. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 2-3 m. Eine sehr gute Pflanzengesundheit und der frühe kräftige Wuchs sind die wichtigsten Gründe für den Anbau von Nutri Honey.

Boden- und Klimaansprüche

Ungeeignet sind kalte, nasse und schwere Böden, ansonsten hat Sorghum keine besonderen Bodenansprüche. Es verfügt über ein hohes Nährstoffaneignungsvermögen, je nach Bodengüte und Versorgungsstufe müssen für die Folgefrucht die entsprechenden Nährstoffverluste berücksichtigt werden. Sudangras ist wärmeliebend, verträgt jedoch mehr Trockenheit als der Mais. Mindestwärmesumme in der Vegetationszeit (Mai/Sept.): ca. 2500° C; dies entspricht einer mittleren Tagestemperatur von ca. 16° C. In klimatisch ungünstigen Lagen kann Sudangras auch als Zweit- oder Stoppelfrucht angebaut werden.

Fruchtfolge

Sorghum ist mit sich selbst verträglich. An die Vorfrucht werden keine besonderen Ansprüche gestellt. Aufgrund der zögerlichen Jugendentwicklung und des dadurch bedingten höheren Unkrautdruckes sind Vorfrüchte zu bevorzugen, die das Feld möglichst unkrautfrei räumen.

Bodenbearbeitung

Übliche Anbaukombination wie beim Mais zur Erzielung eines gut durchgearbeiteten, abgesetzten Bodens mit feinem Saatbett. Im Gegensatz zu Mais ist Drillsaat ausreichend.

Pflanzenschutz

Eine chemische Unkrautbekämpfung ist möglich, allerdings sind momentan keine Mittel zugelassen (Genehmigung im Einzelfall nach § 18b PflSchG). Bezüglich Krankheiten und Schädlinge haben Sorghum-Hirsen in ihren angestammten Anbaugebieten unter vielen Parasiten zu leiden. Pilzkrankheiten (Brandpilze, Falscher Mehltau) treten besonders in den feuchteren Lagen auf. Die größten Schäden verursachen Insekten (Gallmücke, Halmfliege, Stängelbohrer, Blattläuse).

Wachstum und Entwicklung

Keimung und Jugendentwicklung verlaufen bis zu einer Wuchshöhe von 25 cm sehr zögerlich. Anschließend setzt eine zügige Weiterentwicklung ein. Aufgrund der raschen Verholzung der Pflanze und eines kräftigen Wiederaustriebes ist ein mehrschnittiger Umtrieb günstiger als die Ernte eines Aufwuchses in der Samenreife.

Weitere Informationen zum Potential von Sorghum

Quelle Anbauhinweise:
Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe, Straubing; verändert

Anbauhinweise
Aussaatmengeca. 35-40 Körner/m², Reihenentfernung: 25 – 50 cm
AussaatterminWegen hoher Ansprüche an die Keimtemperatur und der hohen Frostempfindlichkeit frühestens Anfang/Mitte Mai, spätestens Anfang August.
SaatbettFeinkrümeliges Saatbett. Drill- und Saatbettvorbereitungstechnik, wie für den Maisanbau.
AussaattechnikEinzelkornsaat oder Drillsaat ist möglich.
Saattiefe3-4 cm
Düngung120-150 kg/ha N, 60-80 kg/ha P2O5, 250 kg/ha 120-150 K2O. Stallmist, Gülle und Jauche werden gut verwertet.
PflanzenschutzFür alle Pflanzenschutzmaßnahmen wird eine Sondergenehmigung nach § 22 Pflanzenschutzgesetz benötigt. Im Mais zugelassene Mittel sind teilweise verwendbar.
ErnteterminSeptember bis Oktober, der Trockensubstanzgehalt (TS) sollte zwischen 27-32 % betragen.