Deutsche Saatveredelung AG (DSV)

Zwischenfrüchte als Biogassubstrat

Sommerzwischenfrüchte können ideal die verbleibende Vegetationszeit nach der Hauptfrucht ausnutzen. Ausgesät im Sommer und bei Beerntung im Oktober, bieten sie die Möglichkeit die Substratgrundlage zu erweitern. Gerade in Regionen, in denen die Fläche knapp ist, kann so die Wirtschaftlichkeit des Ackers erhöht werden.

Frühester Aussaattermin:
Ideal sind Saattermine ab dem 15. Juli. Die Tageslänge zu diesem Zeitpunkt spielt eine bedeutende Rolle. Ein zu früher Aussaattermin führt dazu, dass die Pflanzen zu wenig vegetativ wachsen, d.h. kaum bestocken, nur schwache Seitentriebe ausbilden und schnell in die generative Phase wechseln. Grund dafür sind die Langtagbedingungen, die der Pflanze das Signal zu diesem Verhalten geben.

Erntetechnik:
Gemenge aus Getreide und Leguminosen (Legu-Hafer-GPS) können mit einem reihenunabhängigen Maisgebiss oder GPS-Schneidwerk geerntet werden. Die Montage eines Seitentrennmesser verhindert das Wickeln des Erntegutes.
Mischungen aus Gräsern werden mit der bekannten Gräsererntetechnik geerntet.

Integration in die Fruchtfolge:
Der Vorteil des Zwischenfruchtanbaus ist die leichte Integration in die Fruchtfolge: Nach frühem Druschgetreide oder GPS können besonders gut die Mischungen ausgesät werden, die noch im Herbst zeitig geerntet werden sollen und zum großen Teil aus Einjährigem Weidelgras (Lippstädter Futtertrio, COUNTRY Feldgras 2050, COUNTRY Feldgras 2053) oder Sommergetreide (Legu-Hafer-GPS) bestehen. Zwischenfrüchte, die erst im Frühjahr genutzt werden, können noch bis in den Herbst hinein ausgesät werden. Interessant ist die Etablierung als Untersaat in Getreide oder Mais. Bis zur Ernte der Hauptfrucht hat das Gras Zeit sich genügend zu entwickeln und nach der Ernte schnell die verbleibende Vegetationszeit für das Pflanzenwachstum nutzen. Gleichzeitig zur Deckfrucht ausgebracht, wird so der Vorgang der Bodenbearbeitung zur Zwischenfrucht eingespart und auch Bodenressourcen, wie Wasser, werden geschont.

Ertragserwartungen:

Damit die Verfahrenskosten gedeckt sind, sollten mind. 4 t TM/ha mit mind. 27 % TS erreicht werden. Je nach Zwischenfrucht ist ein Anwelken ratsam.

Vorteile durch beerntbare Zwischenfrüchte:

  • Ertragsstabilität
  • Erhöhung der Biodiversität
  • Leichte Erntetechnik
  • Standortangepasste Mischungen
  • Bessere Bodendurchwurzelung
  • Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit
  • Aufwertung der Humusbilanz
  • Erweiterung der Fruchtfolge
 

Beerntbar – Nutzung im Herbst

Legu-Hafer-GPS

Sommergetreide (Hafer, Triticale)

Lippstädter Futtertrio

COUNTRY 2053 Turbo

COUNTRY 2050

 

Beerntbar – Nutzung im Frühjahr vor Mais

Grünroggen Bonfire

Landsberger Gemenge

COUNTRY 2051

Ansaat als Untersaat

 

COUNTRY 2051

COUNTRY 

2053

Landsberger Gemenge

Nicht beerntbar

– Substrat für Bodenlebewesen

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