Presse-Information

08.03.2010
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Vielerorts Schneeschimmel im Grünland gemeldet!

Die Schneelagensituation dieses Winters könnte jetzt zu Problemen mit Schneeschimmel führen, berichtet die Deutsche Saatveredelung (DSV). Momentan häufen sich Meldungen über Schäden im Grünland in Höhen- und Schneelagen. Zwei Faktoren haben diese Situation in diesem Jahr im Wesentlichen begünstigt:

1. die lange Schneelage
2. der Schneefall auf ungefrorenen Boden.

Durch diese Umstände können sich relativ hohe Temperaturen unter der isolierenden Schneeschicht ausbilden, so DSV. Das sind beste Bedingungen für den Pilz, vor allem, wenn zu hohe Bestände in den Winter gegangen sind. Nach der Schneeschmelze zeigt sich jetzt auf dem toten oder stark geschädigten Pflanzenmaterial der typische weißlich bis rosafarbene Myzelbelag.

Schneeschimmel ruft in weidelgrasreichen Beständen massive Ertragsdepressionen hervor. Durch Schneeschimmelbefall wird nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität des Aufwuchses beeinträchtigt. Die Assimilation und die Stoffumsetzungen in der Pflanze werden gestört, das Wiederergrünen der Flächen beeinträchtigt.

Striegeln und Nachsaat empfohlen
Wenn die Bestände abgetrocknet sind, bildet sich eine harte Matte, die die Gräser nur schwer durchwachsen können. Der Striegel reißt diese Matte auf und lässt Luft an die Bestände.

Auch eine Nachsaat ist nach Unternehmensangaben obligatorisch und sollte je nach Schädigung der Wiese im Herbst erneut durchgeführt werden. Bei feuchtem Boden besteht allerdings die Gefahr, dass die Pilzinfektion beim Striegeln im Bestand verschleppt wird. Flächen, die nicht infiziert sind, sollten deshalb zuerst gestriegelt werden. Durch eine rechtzeitige Stickstoffdüngung werden die gesunden Weidelgräser gefördert und zur Bestockung angeregt.

Mäuse überlebten im Iglu!
Die lange Schneelage hat zudem dazu geführt, dass Mäuse häufig schadlos durch den Winter gekommen sind. Wie in einem „Iglu“ haben sie den Winter gut überstanden und unter der Schneedecke erhebliche Schäden angerichtet. Auch hier sind Reparaturarbeiten an der Grünlandnarbe dringend angeraten. Damit sich die Population zum Frühling hin nicht noch weiter aufbaut, empfiehlt die DSV eine Bekämpfung der Mäuse mittels Legeflinte.


Ansprechpartner:

Frank Trockels, Rieke Nack
 

Deutsche Saatveredelung AG Fon + 49 (0) 2941/296-0 Vorstand
Weissenburger Straße 5 Fax + 49 (0) 2941/296-100 Johannes Peter Angenendt
D-59557 Lippstadt E-Mail:
Christoph Lüdecke
Postfach 1407 Internet: www.dsv-saaten.de Sitz der Gesellschaft:
D-59524 Lippstadt Lippstadt
Handelsregister:
Amtsgericht Paderborn,
HRB Nr. 7456
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