Fungizideinsatz an Sorte und Witterung ausrichten

Fungizid- und Wachstumsreglereinsatz an Sorte und Witterung ausrichten
Bei den Resistenzeigenschaften der Sorten gibt es gravierende Unterschiede. Deshalb hat sich der Fungizideinsatz neben der standortabhängigen Erfahrung des Betriebsleiters unbedingt an der Befallssituation im Bestand zu orientieren. Diese hängt maßgeblich von der Witterung und der Resistenzausstattung der angebauten Sorte ab. Rückschlüsse zur Bekämpfungsstrategie lassen sich deshalb auch aus der Krankheitseinstufung der Sorten entnehmen.

Insbesondere bei Mehltau werden häufig noch prophylaktische Behandlungen durchgeführt, die in resistenten Sorten wie DISCUS, MUSKAT oder PRIMUS nur sehr selten notwendig sind.

In den meisten Regionen sollte die Fungizidstrategie auf die Bekämpfung von Septoria tritici ausgerichtet werden. Besonders in anfälligeren Sorten (Einstufung Note 5 und schlechter) wie AKTEUR, ARKTIS, HATTRICK, MUSKAT, PAROLI oder POTENZIAL sollte die Bestandeskontrolle sehr frühzeitig ab BBCH 29 erfolgen. In gesunden Sorten wie CHEVALIER, FAMULUS, DISCUS, MATRIX oder PRIMUS kann die erste Behandlung später erfolgen, da sich die Krankheiten deutlich langsamer entwickeln als bei anfälligen Sorten.

Bei DTR ist mit einem verstärkten Auftreten in Sorten mit einer Einstufung von 5 oder schlechter insbesondere bei Mulchsaaten nach Weizenvorfrucht zu rechnen. Hier stehen aber gut wirksame Fungizide zur Verfügung, die infektionsnah eingesetzt werden sollten.



DSV

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