
Mechanische Grünlanderneuerung
Bei einer mechanischen Grünlanderneuerung bietet sich an, die Narbe zunächst mit Hilfe einer
Fräse oder Scheibenegge zu zerstören, bevor sie mit dem Pflug umgebrochen wird. Für die Aussaat
selbst sollte ein gut rückverfestigtes, feinkrümeliges Saatbett geschaffen werden. Walzen kann vor
und nach der Saat notwendig sein. Eine flache (1–2 cm) und enge Drillsaat sowie ein
kreuzweises Drillen mit halber Saatmenge sorgt für einen schnelleren und gleichmäßigeren
Narbenschluss. Als Termin bieten sich das Frühjahr bis Ende April und der Sommer von Mitte Juli bis
Mitte August an.
Folgenutzung entscheidet über dauerhaften Erfolg!
Neuansaaten sind in der Jugendentwicklung stark durch die Konkurrenz von Samenunkräutern
gefährdet. Bei Aussaat im Juli/August ist der Unkrautdruck in der Regel aber deutlich geringer als
nach Frühjahrs- und Herbstaussaat. In jedem Fall sollte der Unkrautdruck in Neusaaten durch frühe
Beweidung oder einen frühen Reinigungsschnitt gemindert werden. Durch diese Maßnahmen wird zugleich
die Bestockung der Gräser angeregt. Auf die Gülleausbringung sollte im Ansaatjahr verzichtet
werden.
Tipp:
Frühjahrsansaaten können durch Zumischung von 10 kg/ha Einjähriges Weidelgras Lifloria in der
Entwicklung geschützt und ertraglich stabilisiert werden.