Anbauhinweise PAROLI

Anbauhinweise
ProduktionszielIntensive Sorte mit sehr hohen Kornertrag mit der Option zur Vermarktung als A-Weizen
SortentypKompensationstyp mit mittlerer Bestandesdichte, hoher Kornzahlen/Ähre und hohem TKM (=hoher Ährenertrag). Tagneutral mit mittlerem Vernalisationsanspruch.
Sortenprofil

Stoppel-weizen Maisvor-frucht Mulch- saat Frühsaat Spätsaat leichte Böden
++ -- +++ 0- +++ ++
Stoppelweizen, + Pflugfurche empfohlen, ++ oder +++ auch Mulchsaat, Maisvorfrucht:0 nur gepflügt

Saatzeit/Saatstärke

Für normale bis späte Saattermine. Tendenziell dünnere Saatstärke möglich.
Normal: 260-300 Körner/m²
Spät: 350-450 Körner/m²
Geringere Saatstärken bei günstigen Bodenbedingungen und auf Trockenstandorten.
Höhere Saatstärken bei ungünstigen Standortbedingungen und Tonböden.

Bestandesdichte

niedrige Ertragserwartung: 400-450 Ähren/m²
mittlere Ertragserwartung: 500-550 Ähren/m²
hohe Ertragserwartung: 550-580 Ähren/m²

Düngung

Die Gaben sollten an Standort, Bestandesentwicklung und Ertragsziel angepasst werden. Gleichmäßig alle Ertragskomponenten fördern. Früh andüngen! Ausreichende Spätdüngung zur Absicherung des Proteingehaltes.

Wachstumsregler

Hoher WR-Bedarf.
Insbesondere auf Hochertragsstandorten sollte die Standfestigkeit gut abgesichert werden (hoher Einzelährenertrag!)
Beispiel: mittlere bis hohe Ertragserwartung/ausreichende Wasserversorgung
EC 25-29 1,0-1,5 l/ha CCC
EC 30/31 0,4-0,5 l/ha CCC + 0,2 l/ha Moddus
EC 37-39 0,2-0,4 l/ha Camposan Extra (bei hoher Lagergefahr)
Beispiel: geringe Ertragserwartung/oft schlechte Wasserversorgung
EC 29 1,0-1,5 l/ha CCC oder 0,4-0,6 l/ha CCC + 0,2 l/ha Moddus
EC 30-31 0,3 l CCC + 0,1-0,2 l/ha Moddus (nicht bei Trockenheit)
WR- Einsatz an Bestandesentwicklung, Standort, Ertragspotenzial und Witterung anpassen.

Herbizide,
Fungizide

Chlortuluron (CTU) verträglich. Behandlung mit Lexus bei kühlen Temperaturen, Nachfrösten vermeiden, PAROLI reagiert empfindlich (Blattschäden!).
Intensiver Pflanzenschutz. Bekämpfungsschwerpunkt Halmbruch (HB), Septoria tritici (St), Braunrost (BR), in Befallslagen Mehltau (MT). Auf Risikoschlägen z.B. Stoppelweizen pfluglos gegen Ährenfusarium (ÄF) und ggfs. DTR behandeln.

DSV

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