| Anbauhinweise |
| Produktionsziel | Hoher Kornertrag als Futter- oder Brotweizen auch nach Maisvorfrucht |
| Sortentyp | Kompensationstyp mit mittlerer bis höherer Bestandesdichte, mittlerer Kornzahl/Ähre und mittlerer bis hoher TKM. Langtagstyp mit mittlerem Vernalisationsanspruch. |
| Sortenprofil |
| Stoppel-weizen |
Maisvor-frucht |
Mulch- saat |
Frühsaat |
Spätsaat |
leichte Böden |
| +++ |
++ |
+ |
+ |
++ |
++ |
Stoppelweizen, + Pflugfurche empfohlen, ++ oder +++ auch Mulchsaat, Maisvorfrucht: 0 nur gepflügt |
| Saatzeit/Saatstärke | Für mittelfrühe bis späte Aussaattermine. Saatstärke nicht zu gering bemessen, da höhere Bestandesdichte zur Ausschöpfung des Ertragspotenzials sehr wichtig!
Mittelfrüh: 250-280 Körner/m²
Normal: 280-330 Körner/m²
Spät: 380-450 Körner/m²
Geringere Saatstärken bei günstigen Bodenbedingungen und auf Trockenstandorten.
Höhere Saatstärken bei ungünstigen Standortbedingungen und Tonböden. |
| Bestandesdichte | niedrige Ertragserwartung: 430-480 Ähren/m²
mittlere Ertragserwartung: 500-600 Ähren/m²
hohe Ertragserwartung: 580-620 Ähren/m² |
| Düngung | Die Gaben sollten an Standort, Bestandesentwicklung und Ertragsziel angepasst werden. Unbedingt im Frühjahr früh und höher andüngen, z. B. mit 80 kg N/ha; 100 kg N/ha auf Standorten mit häufiger Frühjahrstrockenheit oder auch bei Stoppelbau! Bei Produktion aus Brotweizen ausreichende Qualitätsspätdüngung sehr wichtig um Proteingehalt abzusichern. |
| Wachstumsregler | Mittlere Standfestigkeit, mittlerer Wachstumsreglerbedarf.
Insbesondere auf Hochertragsstandorten sollte die Standfestigkeit gut abgesichert werden!
Beispiel: mittlere bis hohe Ertragserwartung/ausreichende Wasserversorgung
EC 25-29 1,0-1,4 l/ha CCC
EC 30/31 0,3-0,5 l/ha CCC oder 0,3 l/ha CCC + 0,2 l/ha Moddus
Beispiel: geringe Ertragserwartung/oft schlechte Wasserversorgung
EC 25-29 1,0-1,2 l/ha CCC
EC 30-31 0,3 l CCC + 0,1 l/ha Moddus (nicht bei Trockenheit)
WR- Einsatz an Bestandesentwicklung, Standort, Ertragspotenzial und Witterung anpassen. |
Herbizide, Fungizide | Chlortuluron (CTU) - verträglich.
Mittlere bis höhere Fungizidintensität. Halmbruchresistenzgen.
Bekämpfungsschwerpunkt Septoria tritici (ST) und Braunrost (BR), in Befallslagen auch Mehltau (MT). Auf Risikoschlägen z.B. Stoppelweizen pfluglos oder nach Mais gegen Ährenfusarium (ÄF) behandeln. |