brandImageNavImage

Düngung

Voraussetzung für die optimale Düngung der Weideflächen ist eine Bodenuntersuchung. Nur so können die Nährstoffvorräte im Boden erfasst und Unter- oder Überversorgung festgestellt werden. Unterlagen für eine Bodenuntersuchung erhalten Sie z.B. bei der LUFA Münster, Nevinghoff 40, 48147 Münster, Telefon: 0251/2376753.

Frühjahrsdüngung

Zu Vegetationsbeginn sollten 4 dt/ha Perlkalkstickstoff (PERLKA) auf feuchten Boden, aber abgetrockneten Pflanzen ausgebracht werden. PERLKA (19,8 % Stickstoff, 55 % Kalk) ist der einzige Stickstoffdünger, der durch langsam wirkenden Stickstoff für einen kontinuierlichen Aufwuchs sorgt und zugleich Unkräuter reduziert. So drängt PERLKA Löwenzahn, Ehrenpreis, Vogelmiere, aber auch Moos wirksam zurück. Weiterhin werden Eier und Larven verschiedener Eingeweideschädlinge abgetötet und frühe Entwicklungsstadien von Grasnarbenschädlingen ausgeschaltet. Die Pferde sollten frühestens eine Woche nach dem Ausstreuen, wenn die Grasnarbe wieder ergrünt, auf die Weide gelassen werden.

Ergänzungsdüngung

Sie erfolgt nach dem zweiten Aufwuchs bzw. nach Heugewinnung bis Mitte Juli mit 1 dt/ha PIAMON 33-S (33 % Stickstoff, 12 % Schwefel), damit der folgende Aufwuchs ausreichend mit Stickstoff und Schwefel versorgt ist.

Grunddüngung

Der Nährstoffbedarf an Kalium, Magnesium, Natrium und Schwefel ist je nach Bodenversorgung und Weidenutzung über 5-8 dt/ha Magnesia- Kainit (11 % K2O, 5 % MgO, 20 % Na, 4 % S) sicherzustellen. Auf Grünlandflächen mit Phosphor- und Kaliumbedarf kann die Grunddüngung je nach Bodenversorgung auch mit 3-4 dt/ha Thomaskali (10 % P2O5, 20 % K2O, 3 % MgO, 2 % S) erfolgen. Spurennährstoffe wie z.B. Mangan oder Zink können über den Spezialdünger Excello-Weide zugeführt werden. Je nach Bodenversorgung ist eine Düngung von 2-3 dt/ha alle 4 Jahre erforderlich.

Düngungsempfehlungen bei Neu- oder Nachsaat

Neu- bzw. Nachsaaten sollten erst nach der ersten Nutzung mit PERLKA gedüngt werden. Durch den Einsatz von 4-6 dt/ha PERLKA ca. 14 Tage bis drei Wochen vor der Neusaat wird der Unkrautdruck auf der Fläche erheblich gemindert.