
Die Übersaat ist die kostengünstigste Methode, um intakte, nicht verfilzte und lockere Grünlandnarben zu stabilisieren und einer Bestandsumschichtung entgegenzuwirken. Sie kostet je nach Saatgutaufwand nur zwischen 15 und 25 Euro/ha und Jahr. Durch die regelmäßige Übersaat wird ein Samenpotenzial in die Grünlandbestände gebracht, so dass entstehende Lücken und Fehlstellen umgehend mit wertvollen Futtergräsern geschlossen werden können.
Aussaattermin und Saatmenge
Insgesamt sollten bei einer Übersaat jährlich in 2-3 Gaben Saatgut zu je 5 kg/ha ausgebracht werden. Bei regelmäßiger Anwendung (Ein Jahr ist kein Jahr!) bildet sich nach zwei bis drei Jahren eine dichte, trittfeste Narbe.
Düngerstreuer und ihre Einsatzmöglichkeiten für die Übersaat
Pneumatikstreuer
Tellerstreuer
Schneckenkornstreuer
Neben der Übersaat mit einem Düngerstreuer ist auch eine Ausbringung mit dem Güllefass möglich. Hier ist auf eine gleichmäßige Einmischung des Saatgutes mit der Gülle zu achten, ebenso auf eine gleichmäßige Ausbringung.
Und so wird's gemacht
Beim Befüllen des Dünge- oder Schneckenkornstreuers wird der Grassamen anteilsmäßig mit dem Dünger eingemischt. Bei der Ausbringung ist zu beachten, dass der Grassamen ein anderes Flugverhalten als der Dünger aufweist (Grassamen fliegt nur ca. 5-6 m). Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass bei der Ausbringung kein starker Wind vorherrscht.