Ernte
Der Mähdrusch erfolgt je nach Region zwischen Ende August und Mitte September zur Totreife des
Bestandes. Der Erntetermin ist erreicht, wenn die Körner in den Kapseln rascheln, nicht über 15 %
Feuchte aufweisen und der Stängel mindestens bis zur halben Wuchshöhe abgereift ist. Bei Bedarf ist
zur Reifebeschleunigung der Einsatz von Round up oder Basta sinnvoll. Bei der Ernte sollte
möglichst schnell gefahren werden, damit das Erntegut von selbst auf den Schneidwerktisch drückt.
Beim Häckseln sollte auf scharfe Messer geachtet werden.
Tipps zur Einstellung des Mähdreschers
Das Schneidwerk
- fluchtende Finger, optimal eingestellte Druckplatten, kein Spiel zwischen Klinge und
Gegenschneide
- scharfe Klingen
- alle vorstehenden Ecken und Kanten möglichst beseitigen bzw. abdecken
- Haspelgeschwindigkeit leicht schneller als Fahrgeschwindigkeit, Haspelzinkenfedern mit
PVC-Rohren abdecken
- Einzugtrommel 2-3 mm über dem Bodenblech
- Stifte der Einzugswalze dürfen bei Erntegutübergabe am Schrägförderer nicht vorstehen
Die Druschorgane
- die Einstellung der Drusch- und Reinigungsorgane ist von der Erntefeuchtigkeit abhängig
- Korb eng, Korbausgang etwas enger als Eingang
- Druschtrommeldrehzahl auf 80 % bis Maximum einstellen
- bei hohem Anteil nicht ausgedroschener Kapseln im Erntegut Entgranner zuschalten
- fördert die Überkehr ausgedroschener Körner (Kornbruch sehr hoch), dann Siebe öffnen, Durchsatz
reduzieren, Entgranner ausschalten