NUTRI HONEY

Sorghum bicolor

Die Zweitfrucht für trockene Standorte


(Sorghum bicolor x Sorghum sudanese)

Nutri Honey ist eine Sorghumhirse des Types Sudangras mit hervorragenden Qualitätseigenschaften. Der rasche Feldaufgang der Sorte erlaubt einen frühen ersten Schnitt. Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von 2-3 m. Eine sehr gute Pflanzengesundheit und der frühe kräftige Wuchs sind die wichtigsten Gründe für den Anbau von Nutri Honey.

Boden- und Klimaansprüche
Ungeeignet sind kalte, nasse und schwere Böden, ansonsten hat Sorghum keine besonderen Bodenansprüche. Es verfügt über ein hohes Nährstoffaneignungsvermögen, je nach Bodengüte und Versorgungsstufe müssen für die Folgefrucht die entsprechenden Nährstoffverluste berücksichtigt werden. Sudangras ist wärmeliebend, verträgt jedoch mehr Trockenheit als der Mais. Mindestwärmesumme in der Vegetationszeit (Mai/Sept.): ca. 2500° C; dies entspricht einer mittleren Tagestemperatur von ca. 16° C. In klimatisch ungünstigen Lagen kann Sudangras auch als Zweit- oder Stoppelfrucht angebaut werden.


Fruchtfolge
Sorghum ist mit sich selbst verträglich. An die Vorfrucht werden keine besonderen Ansprüche gestellt. Aufgrund der zögerlichen Jugendentwicklung und des dadurch bedingten höheren Unkrautdruckes sind Vorfrüchte zu bevorzugen, die das Feld möglichst unkrautfrei räumen.


Bodenbearbeitung
Übliche Anbaukombination wie beim Mais zur Erzielung eines gut durchgearbeiteten, abgesetzten Bodens mit feinem Saatbett. Im Gegensatz zu Mais ist Drillsaat ausreichend.

Pflanzenschutz
Eine chemische Unkrautbekämpfung ist möglich, allerdings sind momentan keine Mittel zugelassen (Genehmigung im Einzelfall nach § 18b PflSchG). Bezüglich Krankheiten und Schädlinge haben Sorghum-Hirsen in ihren angestammten Anbaugebieten unter vielen Parasiten zu leiden. Pilzkrankheiten (Brandpilze, Falscher Mehltau) treten besonders in den feuchteren Lagen auf. Die größten Schäden verursachen Insekten (Gallmücke, Halmfliege, Stängelbohrer, Blattläuse).

Wachstum und Entwicklung
Keimung und Jugendentwicklung verlaufen bis zu einer Wuchshöhe von 25 cm sehr zögerlich. Anschließend setzt eine zügige Weiterentwicklung ein. Aufgrund der raschen Verholzung der Pflanze und eines kräftigen Wiederaustriebes ist ein mehrschnittiger Umtrieb günstiger als die Ernte eines Aufwuchses in der Samenreife.

Ernte
Da bereits zu Beginn des Rispenschiebens eine rasche Verholzung der Pflanze einsetzt, sollte die erste Ernte spätestens zu diesem Termin erfolgen. Um eine optimale Gasausbeute zu erreichen, sollte das Grüngut so fein wie möglich gehäckselt werden. Für eine kontinuierliche Belieferung des Fermenters kann das Häckselgut problemlos siliert werden.

Ertrag
Je nach Standort und Witterung können 10-15 t/ha Biotrockenmasse geerntet werden. Bei einem Ertrag von 10 t/ha TM kann mit einer Ausbeute von ca. 6.000 m³ Biogas gerechnet werden. Bei einem Anteil von 50 % Methan im Biogas (kohlenhydratreiches Substrat) liegt somit der Gesamtenergiegehalt bei 30 000 kWh. Mischungsanteile mit einweißreichem Grüngut (z.B. Ackerbohnen, Erbsen, Wicken, Welsches Weidelgras) oder fettreichen Kofermenten (Flotatfett, Altfett) erhöhen die Gasausbeute des kohlenhydratreichen Häckselgutes von Sudangras wesentlich.

Quelle Anbauhinweise:
Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe, Straubing; verändert

Anbauhinweise
Aussaatmenge18-20 kg/ha, Saattiefe: ca. 3 cm, Reihenentfernung: 15 – 35 cm für Grünfutternutzung, 35 – 50 cm für Silagenutzung.
AussaatterminWegen hoher Ansprüche an die Keimtemperatur und der hohen Frostempfindlichkeit frühestens Anfang/Mitte Mai, spätestens Anfang August.
NutzungGrünfutter, Silagenutzung, Biogas
Düngung120 kg/ha N, 100 kg/ha P2O5, 250 kg/ha K2O (Nährstoffentzug, mittlere Versorgungsstufe). Stallmist, Gülle und Jauche werden gut verwertet.
Saattiefe3-4 cm

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